Year: 2009
Type: other
Abstract: Angststörungen sind seit Einführung von Diagnosemanualen operationalisiert. Die diagnostischen Kriterien der Generalisierten Angststörung (GAS) wurden in den vergangenen Jahrzehnten strenger gefasst und grenzen deshalb Erkrankte aus, die aufgrund ihres Störungsbildes ebenso beeinträchtigt sind wie jene Menschen, die die diagnostischen Kriterien der GAS nach aktuellem Definitionsstand erfüllen. Insofern erscheint die derzeit angewandte kategoriale Betrachtungsweise wenig geeignet, dem Störungsbild gerecht zu werden und sollte durch einen dimensionalen Ansatz ersetzt werden. Dies würde auch zu einer besseren Behandlungsmöglichkeit der subsyndromalen GAS führen, womit eine Chronifizierung der Beschwerden und der Übergang in die syndromale Störung verhindert werden könnten. Da das klinische Bild der subsyndromalen und der syndromalen GAS weite Überlappungsbereiche aufweist, kann und sollte auf etablierte veränderungssensitive Messinstrumente wie die Hamilton- Angstskala zurückgegriffen werden.
Language: German
Subfield: Experimental and Cognitive Psychology
Field: Psychology
Domain: Social Sciences
Open Access status: green
OpenAlex ID: W1491749710
