Interkulturalität als immanenter Faktor in Coaching und Training – konzeptionelle Überlegungen
Year: 2013
Type: article
Abstract: Coaching und Training werden von der zunehmenden internationalen Verflechtung und der transkulturellen Verfasstheit der Gesellschaften beeinflusst, daher benötigen beide Formate eine kulturreflexive Perspektive. Drei miteinander korrespondierende Metakonzepte für den kultursensiblen Begleitprozess können in diesem Zusammenhang hilfreich sein: Zum einen geht es um die interkulturelle Bewältigung von Missverständnissen, die beim Aufeinandertreffen von Vertretern verschiedener Kulturkreise entstehen. Zum anderen sollten die Einflüsse multikultureller Umgebungen und unterschiedlichster Systeme und Kollektive berücksichtigt werden. Als Erweiterung der interkulturellen und multikulturellen Herangehensweise ist schließlich ein transkulturelles Vorgehen zu empfehlen, welches Machtverhältnisse, soziale und individuelle Positionierungen und Entwicklungsziele beachtet. Am Beispiel der Formate Coaching und Training werden diese drei Perspektiven vorgestellt und um weitere konzeptionelle Aspekte für das Training erweitert. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Wie können Trainingsgebiete, die nicht als interkulturell gelten, wie z. B. Entwicklung von Führungskompetenzen, Projekt- oder Konfliktmanagement u. v. m., so kulturreflexiv konzipiert werden, dass die typischen trainierten Wissensbestände den multikulturellen Anforderungen der heutigen Lebens- und Arbeitswelt entsprechen? Sechs Möglichkeiten werden aufgezeigt, deren Umsetzung bei allen Beteiligten Umdenken und Perspektivenwechsel erforderlich macht.
Author: Kirsten Nazarkiewicz
Language: German
Topic: Coaching Methods and Impact
Subfield: Applied Psychology
Field: Psychology
Domain: Social Sciences
SDG: Quality education
Open Access status: green
OpenAlex ID: W1547462790
