Year: 2003
Type: article
Abstract: Die gegenwärtige politische Struktur Kroatiens sieht für die serbische Minderheit eine weitgehende kulturelle Autonomie und eine entsprechende politische Repräsentation vor. Der vorliegende Artikel zeigt, dass dies Arrangement einer relativen Autonomie aus den geschickten Verhandlungen und einem moderaten Kurs der politischen Elite der serbischen Minderheit resultiert. Widerlegt wird damit das Statement über die Serben in Kroatien: 'Nachdem sie alles wollten, haben sie alles verloren'. Vor, während und nach dem Bürgerkrieg in den 90er Jahren diskutierten die Serben mehrere Modelle einer relativen Autonomie in einem postkommunistischen Europa. Der Beitrag rekonstruiert und kommentiert diese politischen Lösungsversuche. Insgesamt waren diese weitsichtigen und kompromissbereiten Vorschläge die Voraussetzungen für den gegenwärtigen befriedigenden Zustand - im Vergleich zu den anderen Folgestaaten der zerfallenen Bundesrepublik Jugoslawiens. (ICAÜbers)
Author: Nina Caspersen
Language: German
Subfield: Cultural Studies
Field: Social Sciences
Domain: Social Sciences
Open Access status: green
OpenAlex ID: W1571085401
