Year: 2000
Type: article
Abstract: Bislang hat sich die theoretische Debatte um Interkulturelle Pädagogik auf eine Klärung des Kulturbegriffs konzentriert. Die Ziele des Programms - Toleranz und Anerkennung - wurden auf ihre handlungstheoretischen Implikationen allerdings noch nicht untersucht. Dies wird in dem hier vorliegenden Artikel nachgeholt und soll der theoretischen Grundlegung einer noch ausstehen den empirisch-systematischen Erforschung der Praxis interkultureller Erziehung dienen. In einer vorläufigen Heuristik werden fünf sozial institutionalisierte Formen des Umgangs mit ethnisch codierter Differenz unterschieden: bösartige Diskriminierung, Nicht-Beachtung/Ignoranz, Toleranz/Duldung, positive Diskriminierung/Quotierung, Anerkennung/Respekt. In der Struktur dieser Handlungsoptionen lassen sich Ambivalenzen und Ambiguitäten offenlegen, die sich strukturhomolog auch im pädagogischen Umgang mit ethnischer Differenz fortsetzen. An zwei Beispielen aus der interkulturellen Erziehungspraxis wird illustriert, dass Interkulturelle Pädagogik offenbar in Dilemmata und Paradoxien führt. (DIPF/Orig.)
DOI: 10.25656/01:6897
Author: Diehm, Isabell
Language: German
Subfield: Cultural Studies
Field: Social Sciences
Domain: Social Sciences
SDG: Quality education
Open Access status: green
OpenAlex ID: W1584885595
