Effekte prozessorientierter Diagnostik auf die Entwicklung der Lesekompetenz leseschwacher Viertklässler
Year: 2011
Type: article
Study design: Clinical Trial
Abstract: In der vorliegenden Studie wurde untersucht, wie sich der Einsatz einer computergestützten Maßnahme zur Lernverlaufsdiagnostik auf den Lernzuwachs leseschwacher Viertklässler auswirkt. Dazu wurde die Entwicklung der Leseleistung der jeweils sechs leseschwächsten Schülerinnen und Schüler aus 24 Klassen (n = 144) verglichen, die entweder einer Gruppe mit Lernverlaufsdiagnostik oder einer Kontrollgruppe zugewiesen wurden. Über einen Zeitraum von sechs Monaten (acht Messzeitpunkte) erhielten die Lehrkräfte in der Gruppe mit Lernverlaufsdiagnostik (17 Klassen) Informationen über die Entwicklung der Leseleistungen, während die Lehrkräfte in der Kontrollbedingung (7 Klassen) statusdiagnostische Informationen zum Leistungsniveau ihrer Schülerinnen und Schüler erhielten. Die Lernzuwächse in einem standardisierten Lesetest (ELFE 1-6) fielen in derjenigen Gruppe signifikant höher aus, in der die Lehrkräfte Informationen zum Lernverlauf erhielten (d = 0.50). Eine Befragung der Lehrkräfte zum Einsatz der computergestützten Maßnahme zur Lernverlaufsdiagnostik im Regelunterricht ergab, dass diese sich gut in den Unterrichtsalltag implementieren ließ, und dass die Informationen zur Planung von Fördermaßnahmen genutzt wurden. (DIPF/Orig.)
DOI: 10.25656/01:9326
Authors: Souvignier, Elmar, Förster, Natalie
Language: German
Subfield: Information Systems and Management
Field: Decision Sciences
Domain: Social Sciences
SDG: Quality education
Open Access status: green
OpenAlex ID: W1593297262
