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Leo Jud: Zwinglis treuster Helfer

Year: 2010
Type: article
Abstract: von OSKAR FARNER Am Mittwochabend des 11.Oktobers 1531, also heute genau vor 424 Jahren, zündete man in Zürich eben die Lichter an, da eilte der Sigrist vom Großmünster die Turmtreppen hinauf und riß hastig am Seil der großen Glocke -und jedermann verstand, was jetzt die dumpfen Schläge künden sollten.Man hörte in den Gassen Leute aufschreien: "Daß Gott erbarm; die Sach ist verloren!"Andere standen wie versteinert am Fenster und starrten in die Nacht hinaus.Und bald liefen manche zur Sihlbrücke hinüber, um dort das Eintreffen Zurückkehrender abzuwarten.Und wie diese sich endlich daherschleppten, hätte ihr Anblick einen Stein erweichen müssen: Alle mit Blutspuren bezeichnet; manche halten den Kopf mit beiden Händen; etliche haben nur noch die eine Hand; etliche vermöchten allein nicht zu gehen mit ihren verschlagenen Beinen oder gar mit dem aufgerissenen Leib.Man zündet ihnen ins Gesicht und hat an jeden die gleiche Frage: ,,Wo sind die andern ?Ist mein Mann nicht bei Euch ?Habt Ihr unsern Bruder nicht gesehen ?Und unser Vater, der ist doch will's Gott am Leben geblieben ?"Und langsam erfuhr man erst die ganze Größe des unsagbaren Jammers.In Kappel ennet dem Albis waren ja an diesem Tag ihrer 383 aus dem Zürcher Heer liegen geblieben, 26 Herren des Kleinen und Großen Rates, Dutzende von Handwerkern und Kaufleuten dazu.Und erst von der
Source: Zwingliana
Author: Oskar Farner
Language: Dutch
Subfield: History
Open Access status: hybrid
OpenAlex ID: W1600375978
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