Year: 2004
Type: book-chapter
Abstract: Der Vortrag geht aus von den Formulierungsnöten des Lerners von Deutsch als Fremdsprache. Er zeigt, dass der Duden 2 (Stilduden) dazu ein unzureichendes Hilfsmittel ist, im Gegensatz zum englischen Oxford Dictionary of Collocations (2002), dessen deutsches Pendant ein Desiderat bleibt. Zur besseren Klärung des Kollokationsbegriffs wird ihm der Idiom-Begriff gegenübergestellt und dessen Lexikographie untersucht (Duden 11). Zwischen Kollokation und Idiom stehen die Teilidiome. Es wird gezeigt, dass Vergleichsidiome, feste Attribuierungen und ungewöhnliche Konstruktionen des Typs Bauklötze staunen Kollokationen sind, auch wenn sie von der normalen Kollokationssyntax abweichen. Auch Wortzusammensetzungen können Kollokationsstruktur haben. Kollokationen können Tripelstrukturen bilden. Der Lerner von DaF tut gut daran, Duden 2 und Duden 11 persönlich zu ergänzen. Irritierend ist die Konkurrenz im derzeitigen wissenschaftlichen Diskurs von zwei ganz verschiedenen Kollokationsbegriffen, die miteinander im Krieg liegen. Der Vortrag macht ein Friedensangebot.
Source: De Gruyter eBooks
Author: Franz Josef Hausmann
Language: German
Subfield: Language and Linguistics
Field: Arts and Humanities
Domain: Social Sciences
Open Access status: green
OpenAlex ID: W162010107
