Year: 1994
Type: article
Abstract: Zusammenfassung In den meisten empirischen Arbeiten zur residentiellen Mobilität wird ausschließlich die Wahrscheinlichkeit des Umzuges eines Haushaltes als Reaktion auf Unzufriedenheit mit der Wohnsituation untersucht. Andere Reaktionsmöglichkeiten werden dabei vernachlässigt. Dadurch fehlt es an einer theoretischen Grundlage zur Erklärung, warum häufig sehr unzufriedene Haushalte nicht umziehen. Aus diesem Grund wird ein Modell der residentiellen Mobilität entwickelt und empirisch getestet, das explizit den Umzug nur als eine von mehreren Reaktionen auf eine Unzufriedenheit mit der Wohnsituation betrachtet. Grundlage hierfür bildet Hirschmans Konzeption von Abwanderung, Widerspruch und Loyalität. Dabei werden für die Anwendung der Konzeption auf die Erklärung residentieller Mobilität notwendige Modifikationen und Erweiterungen vorgenommen, um schließlich empirisch prüfbare Hypothesen abzuleiten. Es zeigt sich, daß mit diesem Modell residentielle Mobilität besser erklärt und prognostiziert werden kann als in bisherigen Untersuchungen.
Source: Zeitschrift für Soziologie
Author: Robert Kecskes
Institution: University of Cologne
Language: German
Subfield: Sociology and Political Science
Field: Social Sciences
Domain: Social Sciences
Open Access status: bronze
OpenAlex ID: W171429512
