Year: 2015
Type: other
Abstract: Um die Demenz früher diagnostizieren zu können, wurden bereits im Jahr 2007 neue diagnostische Forschungskriterien etabliert. In den letzten 8 Jahren modifizierten die International Working Group (IWG) und die NIA diese Kriterien, um klinische Phänotypen besser definieren zu können. Biomarker wurden in den diagnostischen Prozess integriert, sodass jetzt alle Stadien der Demenzentwicklung abgedeckt sind. Auch im neuen DSM-5 gibt es neue diagnostische Kriterien für Demenzen und andere kognitive Störungen. Kognitive Störungen, die nicht ausreichend sind für eine Diagnose Demenz, werden nun definiert als minore neurokognitive Störungen und sind nun in einem Spektrum mit den schwereren (majoren) neurokognitiven Störungen. Neueste Amyloid-PET-Tracer erweisen sich zunehmend als nützliche Untersuchungsmethoden, um die frühesten Alzheimerdemenzstadien dokumentieren zu können. Die neuen F18-Tracer zeigen eine längere Halbwertszeit von 110 Minuten und können somit die Amyloidbelastung des Gehirns und ein Therapieansprechen dokumentieren. Dopamintransporter-Verminderungen können sehr gut zwischen DLB und AD differenzieren und der I-FP-CIT-SPECT bleibt der Goldstandard für die Diagnose der Lewy-Body-Demenz. Das Konzept der diätetischen Intervention findet zunehmend Beachtung. Neue Medical Foods sind nur für therapeutische Zwecke intendiert und die ersten wissenschaftlichen Studien zeigen ermutigende Ergebnisse. Derartige Strategien mit Acutil® oder Souvenaid® zeigen ein besonders gutartiges Nebenwirkungsprofil.
Authors: M. Rainer, Christine Krüger-Rainer
Language: German
Subfield: Psychiatry and Mental health
Field: Medicine
Domain: Health Sciences
Open Access status: green
OpenAlex ID: W1835606996
