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Leonhard von Muralt, Die Badener Disputation 1526, Leipzig 1925

Year: 2010
Type: article
Abstract: Balthasar Fridberger, pfarrer zu Waldshut solle geredt werden, das er sich in der versamlung unserer prelaten, pfarrern, luppriestern, predicanten und Seelsorgern, so wir nechst in unser statt Zürich zweyer articklen, der billden und missbruchen der mess halben habent gehept, da er auch uss bewegung des götlichen geists gewessen ist, solle berümpt haben, er were ein gesandter von den fier stetten an dem Byn und von dem Schwartzwald, dardurch derselb herr doctor Balthasar werde mengklichem inbilldet, gehandlet ze haben, das einem erenman nit zustand und ungeburlich syg.Unnd wann nu uns nit lieb wer, das weder er noch yemas under einichem schin der warheit, so vor uns gehandlet sin und aber nit wer, solt unwarhafftigklich zu Ungunst, nachteil oder schaden gebracht werden, sagent wir, wie uns ein warheit zu sagen gepurt, wer von im oder joch uns sagt, das er sich sölichs berümpt oder einichen anzug dem.glich gethon hab, das derselb im und uns daran ungutlich und unrecht tut und nit die warheit sagt.Und das wir noch luterers sagint, so hat er ein mal oder zwen in unser statt das gotswort offenlich geprediget, mit solicher bescheidenheit, darzu sich in der versamlung und dem gesprech unser priesterschafft mit darthun der götlichen geschrifft dermassen gehallten, das daran unsers bedunckens niemas kein missfallen hat mugen haben.Und diser dingen zu urkund habent wir unser statt Zürich secret insigel offenlich gedruckt in dissen brief, der geben ist mitwuch nach Sant Niclaus tag nach der geburt Cristi gezelt xv'xx und drü jar.(Staatsarchiv Zürich B V 3 p.340.Batserkenntnisse.)M\.K.Miszelle.Zu Heinrich Brennwald.Die von E. Stauber in der letzten Nummer dieser Zeitschrift S. 284 aufgestellte Behauptung, der Embracher Chorherr Heinrich Brennwald sei im Jahr 1503 kurze Zeit Pfleger im Frauenkloster Töß gewesen, entbehrt jeder Begründung.Das von ihm zitierte, von Brennwald eigenhändig geschriebene Aktenstück (St.A.Z., Urk.Töß Nr. 704) ist undatiert.Inhaltlich bildet es den Auszug einer von Priorin und Konvent von Töß "in der wuchen nach Epiphanie" (Januar 8. bis 14.) 1503 ausgestellten Urkunde über die Zusammenlegung zweier Höfe "zu Riet" -heute Riedhof zwischen Neftenbach und Hettlingen (vgl.Tößer Urbar F. Ild 4151 247 und F. Ild 416f.300 im St.A.Z.), keineswegs, wie Stauber angibt, Ried bei Bülach (!) (statt bei Rorbas) -und deren Übertragung zu Erbgut (Erblehen) an Heinz Keller und dessen Schwager Jakob Saler."Also find ich das im alten urbar am 20 blat", bemerkt Brennwald am Schlüsse seines Auszugs, der zwischen Anfang 1529 und Ende 1536 (Pflegschaft Brennwalds in Töß) abgefaßt worden ist.Offenbar hat Stauber das Original nicht eingesehen.Robert Hoppeler. Literatur.Leonhard von Muralt.Die Badener Disputation 1526.Bd.III.der Quellen und Abhandlungen zur schweizerischen Reformationsgeschichte. Heinsius Nachf.Leipzig, 1925.167 S. Fr. 7.-.Der Verfasser der sehr verdienstlichen Monographie, die das Badener Gespräch in einem früher kaum beachteten, weiteren Zusammenhang sieht und es dadurch in eine für manche völlig neue Beleuchtung rückt, geht aus von der These Walter Köhlers, die Disputation von Baden sei der schweizerische Reichstag von Worms gewesen, und vermag diese interessante Feststellung durch das fleißig zusammengetragene und geschickt analysierte Material näher zu begründen.
Source: Zwingliana
Author: Oskar Farner
Language: German
Subfield: History
Open Access status: hybrid
OpenAlex ID: W1933095578
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