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Ein neuentdeckter Brief Rudolf Gwalthers an Theodor Beza

Year: 2010
Type: article
Abstract: einanderen hatend, und von Brissago warend, auch under dem Loccarno, und mit namen Bacchiochi, und Renaldi, und warend die fürnemste redlinfüerer derselben in kurtzem umbgebracht, und getödt worden, und das in frombde orthen, der ein zu Bergamo, der ander im Veltlyn, und andere an anderen orthen: derhalben der arme fleken Loccaris nach Vertreibung der guten bürgeren niemal gliik und rüw gehabt hat.Geburt sich deßwegen die forcht Gottes zu haben: den weg zur Seligkeit zu suchen, und zuthun, was Gott gefällig, die ooren zu seinem Gottlichen wort neigen, und in gerechtigkeit leben: so wir änderest nachlassung, und Verzeihung unserer Sünden begerend, und gnad durch Jesum Christum unseren Seligmacher, welchem mit dem Vatter, und heiligen Geist, seye lob, eer und preis von ewigkeit zu ewigkeit.Amen.Ein neuentdeckter Brief Rudolf Gwalthers an Theodor Beza Von OSKAR FARNER Vor kurzem gelang es dem Zwingli-Verein, auf einer Auktion ein aus zürcherischem Privatbesitz stammendes Briefmanuskript zu erwerben, das unseres Wissens bisher unbeachtet geblieben.Und noch nie veröffentlicht worden war.Wenn wir es hier im lateinischen Urtext mitsamt unserer Übertragung ins Deutsche zum Abdruck bringen, so möchten wir damit gerade auch dem Manne, dem die vorliegende Nummer unserer Zeitschrift gewidmet ist, eine sinngemäße Gabe auf den Geburtstagstisch legen.War es doch unserem Kollegen und Freund Emil Brunner geschenkt, es in hervorragender Weise unseren reformierten Vätern gleichzutun und wie sie über die engeren Grenzpfähle hinaus zum Hüter der evangelischen Sache im ökumenischen Bereich zu werden.Möge ihm die Kraft und Freudigkeit hierfür noch lange erhalten bleiben!Der Verfasser und der Empfänger des hier mitgeteilten Briefes waren in den Jahrzehnten nach Bullingers und Calvins Tod die beiden geistesmächtigsten Lenker der Zürcher und Genfer Kirche.Budolf Gwalther, der von 1519-86 lebte, war nach dem frühen Tode seines Vaters, eines einfachen Zimmermanns, als neunjähriger Knabe in die Klosterschule zu Kappel am Albis gebracht worden, wo er um seiner vielversprechenden Begabung willen bald die besondere Zuneigung des damals dort als Schulmeister wirkenden Heinrich Bullinger gewann.Dieser nahm ihn hernach wie ein eigenes Kind zu Zürich in seine Familie auf und ließ ihm eine
Source: Zwingliana
Author: Oskar Farner
Language: German
Subfield: History
Open Access status: hybrid
OpenAlex ID: W1945556940
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