Unde den vride machten wider in dem lande – Kriegsziele in der Historiographie des Deutschen Ordens
Year: 2013
Type: article
Abstract: Prolegomena "M an fängt keinen Krieg an", schreibt Clausewitz (1780-1831) in den Skizzen zum unvollendeten achten Buch seines epochalen Werkes, "oder man sollte vernünftigerweise keinen anfangen, ohne sich zu sagen, was man mit, und was man in demselben erreichen will; das Erstere ist der Zweck, das Andere das Ziel.Durch diesen Hauptgedanken werden alle Richtungen gegeben, der Umfang der Mittel, das Maß der Energie bestimmt; er äußert seinen Einfluss bis in die kleinsten Glieder der Handlung hinab". 1 Diese -aus mediävistischer Sicht -moderne und rationalisierte Definition des Krieges wird man nicht ohne Brüche auf einen mittelalterlichen Ritterorden übertragen können -schon gar nicht, wenn dessen Geschichte einen so massiven Bruch aufweist wie die Abkehr vom Heiligen Land und dem Königreich Jerusalem und die Hinwendung zur selbst verantworteten Territorialisierung im südlichen Ostseeraum.Diese beiden Phasen der mittelalterlichen Deutschordensgeschichte sind in der Chronistik des Ordens auf eigentümliche Weise getrennt.Deutschordensgeschichte wurde mit Peter von Dusburg zur preußischen Landesgeschichte: Diese vor der gesamten Geschichte des Ordens verwunderliche Neudefinition setzte in gewisser Weise die Auslöschung der bisherigen Memoria des Ordens voraus.Dass dies im Zusammenhang mit der umstrittenen Verlegung des Hochmeistersitzes auf die Marienburg stand, ist evident.Doch alle Details dieser Frage sind unklar.Das Fehlen jeglicher innerer Memoria vor dem Auftreten des Ordens in Preußens zwingt zur kursorischen Behandlung der Frühzeit.Dass sie selbst für die preußischen und litauischen Kriege prägend wirkte, garantierten die dem Orden
DOI: 10.12775/om.2013.006
Author: Arno Mentzel-Reuters
Institution: University of Augsburg
Language: German
Subfield: Classics
Field: Arts and Humanities
Domain: Social Sciences
Open Access status: hybrid
OpenAlex ID: W1971813698
