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Die Semantik von Satzkomparativen

Year: 1989
Type: article
Abstract: Die Semantik von Satzkomparativen Im ersten Abschnitt befasse ich mich mit Theorien, die die Semantik des Komparativs auf der vagen Standardverwendung des Positivs aufbauen.Hier werden im wesentlichen gute Argumente gegen die Adäquatheit dieser "positivbasierten" Komparativtheorien rekapituliert.Im Abschnitt 2 werden einige Ansätze vorgestellt, die den Komparativ auf der Grundlage von Maß-oder Gradangaben interpretieren und damit eine grundsätzlich erfolgversprechende Richtung verfolgen.Abschnitt 3 diskutiert die verschiedenen gradbasierten Ansätze im Blick auf die von ihnen vorausgesetzte Globalstruktur der Komparativkonstruktion und betrachtet dabei vor allem modal eingebettete Komparative als kritische Evidenz.In Abschnitt 4 betrachte ich verschiedene Möglichkeiten, die Semantik des Komparativkomplementes zu spezifizieren sowie deren Konsequenzen für die Semantik komplexer Komplemente.Hier kommen vor allem Komplemente mit koordinierten Tennphrasen und das Auftreten von Negative-Polarity-Items zur Sprache.In Abschnitt 5 stelle ich meinen eigenen Analysevorschlag vor. 1 Die Semantik des Komparativs ist ein intensiv bearbeitetes Feld.Verschiedene Autoren haben in den letzten fünfzehn Jahren eine Anzahl elaborierter alternativer Analysevorschläge vorgestellt.Gleichzeitig hat sich der Komparativ als einer der undurchsichtigsten und sperrigsten Gegenstände für die syntaktisch-semantische Analyse erwiesen.Es gibt eine Reihe von offenen -und inzwischen gut bekannten-Problemen, die sich jeder Behandlung entzogen haben.Dies Papier enthält eine Sichtung des Spektrums von Problemen und möglichen Lösungsalternativen für das Teilphänomen des Satzkomparativs und präsentiert einen eigenen Analysevorschlag.In Argumentation und Analyse profitiert es von verschiedenen existierenden Arbeiten zum Komparativ.An erster Stelle ist dabei Arnim von Stechows Aufsatz (von Stechow 1984) zu nennen, dessen Schlußfolgerungen ich in vielen, wenn auch nicht in allen Punkten teile.l In diese Arbeit sind viele Anregungen und kritische Kommentare von Kollegen eingegangen, denen ich an dieser Stelle herzlich danken möchte.Ulrike Haas-Spohn hat einen ausführlichen und sehr hilfreichen Kommentar zur ersten Version des Papiers geschrieben.Ebenso bin ich -Manfred Krifka und Wolf Thümmel für ihre Kommentare dankbar.Weiterhin danke ich Irene Heim, Jean-Yves Lerner und Arnim von Stechow für hilfreiche Diskussionen.Einige wichtige Gedanken im Abschnitt 4 gehen auf intensive Diskussionen zurück, die ich mit Jaap Hoepelman während meines Aufenthaltes am IAO in Stuttgart geführt habe.Fehler und Versäumnisse gehen selbstverständlich zu meinen Lasten.-Die Arbeit ist entstanden im Zusammenhang des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes "Graduierung und Komparation" im Schwerpunkt Kognitive Linguistik (Pi 154/2-1).
Language: German
Open Access status: hybrid
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OpenAlex ID: W1983611285
FWCI: 3.356
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