La cessation d’activité au sein des couples : y-a-t-il interdépendance des choix ? Suivi d'un commentaire d’Antoine Bommier
Year: 2002
Type: article
Abstract: Ausscheiden eines Ehepartners aus dem Erwerbsleben: gibt es eine Interdependenz der Wahl? In den meisten Modellen über den freiwilligen Eintritt in den Ruhestand wird die Feststellung des Ruhegehalts als das Ergebnis einer individuellen Wahl zwischen Konsum und Freizeit analysiert, sodass die Präsenz eines Ehepartners unberücksichtigt bleibt. Bei der Entscheidung beider Ehepartner, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen oder nicht, kann es jedoch eine Interdependenz zwischen mehreren Faktoren geben, nämlich Komplementarität der Freizeitpräferenzen (ein Individuum kann seiner Freizeit eine größere Bedeutung beimessen, wenn es sie mit dem Ehepartner teilt), gleicher Geschmack der beiden Ehepartner sowie familiäre Aspekte der Höhe der Rente (insbesondere das Vorhandensein einer Hinterbliebenenrente). Denkbar sind mehrere komplementäre Ansätze, um die Interdependenz der Wahl der Ehepartner zu untersuchen. Die deskriptive Analyse der Verhaltensweisen der Ehepaare hinsichtlich des Ausscheidens aus dem Berufsleben scheint eine gewisse Interdependenz zwischen der Wahl der Ehepartner zu bestätigen, da beide sich bemühen, zu möglichst gleichen Zeitpunkten diesen Schritt zu tun. Da jedoch ein vorgezogener Eintritt in den Ruhestand die Rentenansprüche des gesetzlichen Systems stark mindert, ist dieser Effekt begrenzt, wie entsprechende Simulationen belegen. Die Schätzung eines ökometrischen Modells zeigt, dass die Frauen bei ihrer Entscheidung, aus dem Berufsleben auszuscheiden, die Situation ihres Mannes berücksichtigen, während die Verhaltensweisen der Männer durch die Situation ihrer Frau weniger beeinflusst werden.
Language: French
Subfield: Demography
Field: Social Sciences
Domain: Social Sciences
Open Access status: green
OpenAlex ID: W1992476586
