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Kontrolle durch Abgrenzung - Gated Communities in den USA

Year: 2000
Type: article
Abstract: Gated Communities stellen in ihrer Vielfalt eine neue, sich in den USA massiv verbreitende Wohnform dar. Diese meist privaten Quartiere grenzen sich durch unterschiedliche Sicherheitsmaßnahmen von anderen Stadtteilen und deren Bewohnerinnen ab. Bei der Suche nach Hintergründen wird die Prävention von Kriminalität meist in den Vordergrund gestellt. Betrachtet man Gated Communities jedoch im Kontext gesellschaftlicher und städtischer Polarisierungsprozesse, so scheint die Suche nach weitreichender Kontrolle über das eigene Lebensumfeld wesentlich zur Erklärung des Phänomens beizutragen. Des weiteren kann räumliche Ausgrenzung aller Nicht-Bewohnerinnen im allgemeinen und einer wiederentdeckten „gefährlichen Klasse" im speziellen als ein weiterer Grund und vor allem als eine Folge der Verbreitung von Gated Communities angesehen werden. Dies zumal auch die realen Auswirkungen der baulichen Abgrenzung auf Kriminalität zweifelhaft sind. Abschließend wird die These vertreten, daß Gated Communities als ein Ausdruck einer generellen Tendenz zur Privatisierung von Raum zu verstehen sind und daß den Städten eine Zweiteilung in „sichere" und „gefährliche" Räume drohen könnte.
Language: German
Subfield: Urban Studies
Open Access status: green
OpenAlex ID: W199481565
FWCI: 3.898
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