Work

L'œil de l'histoire

Year: 1983
Type: article
Abstract: Das Auge der Geschichte. Ausgehend von der Stellung der Karte im Atelier von Vermeers lassen sich die Beziehungen zwischen Kartographie und Malerei im Holland des 17.Jahrhunderts darlegen. Gleich Karten, Atlanten und Bildern aller Art tragen die Landschaftsgemälde zur Welterkenntnis bei. Durch seinen spezifischen Bezug zur Erde und zur Darstellungsfläche, seine Aufmerksamkeit für Merkpunkte und seinen geographischen Blick für den bewohnten Raum dem Landvermesser nahestehend, gibt der holländische Maler Aufschlufe uber ein soziales Universum, worin der Bezug zum Boden — anders als in England — nicht unter dem doppelten Zeichen von Grundbesitz und Autorität steht. Indem die Holländer des 17.Jahrhunderts die Bild-Repräsentation zu einem Mittel historischer Erkenntnis erhoben, im Gegensatz zur narrativen Kunst Italiens, machten sie eine Konzeption von Geschichte geltend, worin die Deutung und Inszenierung der heroischen Taten der Großen dieser Erde zugunsten von Beschreibung und Zeugenschaft vernachlässigt ist.
Language: German
Subfield: Museology
Open Access status: green
OpenAlex ID: W2011923778
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