Year: 1988
Type: article
Abstract: Zusammenfassung Spätestens seit der Debatte um den Wertewandel ist es umstritten, ob und in welchem Umfang sich die Einstellung zu Beruf und Arbeit in der Nachkriegszeit verändert haben. Vor diesem Hintergrund bringt der Aufsatz eine kritische Diskussion der für Jugendliche vorliegenden replikativ erhobenen Daten. Sie signalisieren eine deutliche Abnahme jener Lebenskonzepte, bei denen Arbeit stark positiv besetzt wird und eindeutig in den Mittelpunkt des Lebens gestellt wird. Diese Entwicklung ist weniger auf „Wertewandel“ im engeren Sinne als (a) auf eine Bedeutungszunahme des privaten Lebensbereichs in den Konnotationen Partnerschaft, Familie, Freizeit, peers zurückzuführen. Daneben scheinen (b) Diskrepanzen zwischen den offenbar stärker gewordenen inhaltlichen Aspirationen an die Arbeit und der beruflichen Realität eine wichtige Rolle zu spielen.
Source: Zeitschrift für Soziologie
Authors: Ditmar Brock, Eva Otto-Brock
Institution: Deutsches Jugendinstitut
Language: German
Topic: Education and Work Dynamics
Subfield: Demography
Field: Social Sciences
Domain: Social Sciences
Open Access status: bronze
OpenAlex ID: W2118064106
