Psychologische Determinanten gesunden Alterns
Year: 2015
Type: article
Abstract: Als Folge einer kontinuierlichen Verbesserung der medizinischen Grundversorgung erreichen immer mehr Menschen ein sehr hohes Lebensalter. Der Alterungsprozess hingegen ist nach wie vor mit einer erhöhten Vulnerabilität für chronische und degenerative Krankheiten und Störungen assoziiert. Hinzu kommt, dass der Verlauf von altersassoziierten Erkrankungen in der Regel progredient und folglich pflegeintensiv ist, was das Gesundheitssystem zusätzlich gravierend belastet. Auch deshalb besteht die Notwendigkeit, Faktoren für gesundes Altern zu identifizieren, um diese in Präventionsmaßnahmen implementieren zu können. Bekannte Risikofaktoren für altersassoziierte Erkrankungen wie das Alter selbst, (weibliches) Geschlecht, familiäre Häufung und genetische Prädisposition sind jedoch im Hinblick auf ihre Nichtbeeinflussbarkeit für solche Vorhaben ungeeignet. Psychologische Determinanten werden aufgrund ihrer Modifizierbarkeit vermehrt in Bezug auf ihre potenzielle Wirkung auf die Gesundheit im Alter untersucht. Die Frage bleibt, wie effektiv psychologische Determinanten in der Vorhersage von altersassoziierten Erkrankungen tatsächlich sind. In diesem Artikel werden Konzepte und aktuelle Forschungsarbeiten zum Einfluss psychologischer Determinanten auf das gesunde Altern zusammengetragen und mögliche zugrundeliegende Wirkmechanismen diskutiert.
DOI: 10.5167/uzh-115790
Authors: Thoma, M V, Maercker, Andreas
Language: German
Field: Psychology
Domain: Social Sciences
Open Access status: green
OpenAlex ID: W2139198987
