Year: 2010
Type: article
Abstract: Schreiben um eine Spur zu hinterlassen : die Manuskriptensammung des François Rebatu (1588-1662). Auf Grund seiner humanistischen Bildung schrieb der königliche Beamte François Rebatu aus Arles praktisch täglich. Unter seinen Manuskripten findet man umfangreiche Sammlungen, die auf den ersten Blick Reste seiner wissenschaftlichen Forschungen zu sein scheinen. Diese Texte zeugen von einer besonderen Art von Zeitverständnis : Sie sind einerseits Ausdruck eines chronologischen Kontinuums und andererseits auch Ausdruck eines fragmentierten Daseins. Diese Schriften sind eine besondere Form des Ich-Erzählens, die der Historiker betrachten kann. Vom eigenen Bildnis gelangt man zum Zeugnis der eigenen Anwesenheit : ein “Ich”, das durch die Vermittlung eines hybriden Schreibens, mitten in der Öffentlichkeit steht. Diese narrative Konfiguration zeigt eine Art von Autobiographie und enthüllt doch eher das Gefühl der eigenen Dauer des “Ichs” als einen wahren Lebenslauf.
Author: Isabelle Luciani
Language: German
Subfield: Literature and Literary Theory
Field: Arts and Humanities
Domain: Social Sciences
Open Access status: green
OpenAlex ID: W2146841384
