Franz Straub, Zürich und die Bewährung des ersten Landfriedens (Herbst 1529 bis Herbst 1530), Zürich 1970
Year: 2010
Type: book-review
Abstract: Die vorliegende Dissertation wurde seinerzeit von Leonhard von Muralt angeregt und betreut.Sie gehört in die Reihe, durch welche von Muralt die zürcherische und die schweizerische Reformation auf Grund von gedruckten Quellen und vor allem auf Grund von Archivarbeiten neu untersuchen lassen wollte.Straub bearbeitete in diesem Rahmen die Zeit vom Beibrief zum Ersten Kappeier Krieg, wo er an Kurt Spillmann anknüpft (Zwingliana, XII, S. 254-280 und 309-329), bis zum Spätherbst 1530, wo dann die (vorläufig noch ungedruckte) Arbeit von Helmut Meyer fortfahren wird.Obgleich sich die vorliegende Publikation im wesentlichen auf die gleichen Quellen abstützen muß wie ihre Vorgänger und Nachfolger, gelingt es Straub, dank einer eigenen Fragestellung Wesentliches zur schweizerischen Reformationsgeschichte auszusagen.Es wäre ein Irrtum zu glauben, bloß weil der genannte Zeitabschnitt arm an spektakulären Ereignissen sei, komme auch den Ergebnissen von Straubs Arbeit geringere Bedeutung zu.Straubs Hauptinteresse kreist um die Fragen, inwiefern das herkömmliche Bundesrecht nicht mehr genügt habe, die Streitigkeiten zwischen den Konfessionen verbindlich zu regeln; ferner: ob der Erste Kappeier Landfriede diese Lücke geschlossen habe.Aus der Verneinung der zweiten Frage folgt dann das dritte Problem: Wie und warum der Landfriede im November 1530 schließlich praktisch zusammengebrochen sei.Diese Dinge werden anhand eines detailreichen Materials und einer sehr breiten Darstellung beantwortet.Da die einzelnen Probleme aber sehr straff in ein Gesamtkonzept eingebaut sind, bleibt gleichwohl der Eindruck der Geschlossenheit.
Source: Zwingliana
DOI: 10.69871/2hevrs15
Author: Martin Haas
Language: German
Subfield: History
Field: Arts and Humanities
Domain: Social Sciences
Open Access status: hybrid
OpenAlex ID: W2202538532
