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Über 3 neue Funde der Zackenfeilung

Year: 1940
Type: article
Abstract: 1. Seitdem Prof. Y. KOGANEI früuher aus der steinzeitlichen Fundstatte in KO (Prov. Kawachi) einen Fall von Zackenfeilung an den vier oberen Eck-zäahnen bekannt gegeben hat, wurde dies von ihm selbst and von Prof. K. KIYONO aus anderen Muschelhaufen bestättgt. Die gesamte Zahl dieser Ver-stümmelungen beträgt in Nippon bis jetzt mehr als 10 Fälk. Diese Art der Verstummelungen der Zähne kommt niemals allein vor, sondern in Begleitung mit dem Fehlen der Frontzähne durch Ausbrechen.2. Die vorliegenden drei Menschenskelette wurden von mir im letzten Jahre aus dem Muschelhaufen Ikawazu (Prov. Mikawa), das als eine der jüngeren Fundstatten angesehen wird, ausgegraben.Es ist bei den Funden von grossem Interesse, dass die drei Skelette seltsa-merweise an einem and demselben Orte zusammen bestattet waren (Fig. 1) and alle von ihnen die Zackenfeilung an den oberen Frontzahnen aufweisen.I. Fall (Ikawazu Nr. 44): adult, mannlich.Unterkiefer: 4 untere Schneidezähne sind vollständig ausgebrochen.Oberkiefer: Eck-and Vormahlzahn sind auch symmetrisch ausgebrochen. Am ersten Schneidezahn sind auf der labialen Fläche bis an die Kaukante zwei Längsfurchen, and am zweiten ist eine Furche eingeschliffen, so dass die Kaukante drei-bzw. zweizackig erscheint (s. Tafel).Das Skelett trug beiderseits in der Nähe des äusseren Gehörganges einen Ohrschmuck (Fig. 3) and in der Nähe des Fussgelenkes einen Fussring (Fig. 4).Jener besteht aus dem proximalen Stück des Radius eines Affen and ist mit Ocker angestrichen (Fig. 2).Ein solcher Schmuck kam bisher sehr selten vor, einer ist früher von Prof. KOGANEI in demselben Muschelhaufen bei einem weiblichen Skelett gefunden worden, an dessen oberen Schneidezähnen auch die Zackenfeilung zu sehen war. Der Fussring ist ein von zwei Eckzähnen vom Wildschweine hergestellter Ring (Fig. 5).Über einen solchen Fussring wurde bisher nicht in Nippon veröffentlicht.II. Fall (Ikawazu Nr. 45): adult, männlich.Unterkiefer: 4 Schneidezähne sind vollstandig ausgebrochen. Oberkiefer: Von den Zähnen des Oberkiefers stellt der linksseitige, nicht der rechtsseitige Eckzahn den einzigen ausgebrochenen Zahn dar. Am rechtsseitigen ersten Schneidezahn sind auf der labialen Fläche 2 sehr seichte Längsf urchen eingeschliffen, so dass die Fläche unvollkommen in drei Felder eingeteilt ist, während dieselbe Fläche des linksseitigen fast intakt bleibt (s.Tafel).Das Skelett trug in der Mitte des rechten Vorderarmes einen Armring, der wie beim Falle I. aus. dem Eckzahn des Wildschweines besteht.III. Fall (Ikawazu Nr. 46): adult, männlich.Unterkiefer: 4 Schneidezähne sind ausgebrochen.Oberkiefer: Der Oberkiefer ist so weit zerstärt, dass es unklar bleibt, ob das Ausbrechen der Zähne geschehen ist; aber der erste Schneidezahn wurde beiderseits in fast gleicher Weise wie beim Falle I. unvollkommen dreizackig eingeschliffen (s. Tafel).Der Schmuck war nicht nachzuweisen.3. Die samtlichen in Nippon von verschiedenen Verfassern berichteten Zack-enfeilungen, einschliesslich meiner eigenen drei, können nach den Formeln in 7 Typen eingeteilt werden (s.Tabelle, in der der ausgebrochene Zahn mit Ο und der gezackte mit Δ dargestellt ist.).4. Dass. die eigentlich nur vereinzelt vorkommende Zackenfeilung, wie erwähnt, an den gleichzeitig begrabenen 3 Skeletten zu sehen war and zwar von denen eins seltsame Schmucke trug, lässt uns vermuten, dass es sich in der Steinzeit bei der Zackenfeilung um das Zeichen einer spezifischen sozialen Stellung handelte, was gerade schon von den beiden genannten Verfassern hervorgehoben wurde.
Language: German
Subfield: Archeology
Open Access status: diamond
OpenAlex ID: W2334216407
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