Year: 2016
Type: article
Abstract: Als Alternative zum Euro wird mitunter der Übergang in ein diskretionäres Wechselkursregime diskutiert, das seinen Teilnehmern politisch verhandelte Auf- und Abwertungen ermöglichen würde. Über die Wünschbarkeit und die Wirkungsweisen solcher Auf- und Abwertungen finden sich in der Debatte unterschiedliche Annahmen. Der Beitrag unternimmt daher einen Rückblick auf das Europäische Währungssystem (EWS), das von 1979 bis 1998 Bestand hatte und in dem 62 Wechselkursanpassungen zu 17 unterschiedlichen Zeitpunkten stattfanden. Die Anpassungen halfen bei der Entspannung der transnationalen makroökonomischen Ungleichgewichte. Ein erhebliches Manko des EWS war aber die politische Energie, die in regelmäßigen Abständen in die Neuaushandlung der Wechselkurse und damit in die „Pflege“ des diskretionären Wechselkursregimes investiert werden musste. Mit diesem Problem sähe sich auch ein etwaig aus dem Euro hervorgehendes EWS II konfrontiert.
Source: Berliner Journal für Soziologie
Authors: Martin Höpner, Alexander Spielau
Institution: Max Planck Institute for the Study of Societies
Language: German
Subfield: Finance
Domain: Social Sciences
Open Access status: hybrid
Estimated APC paid: $3,590
OpenAlex ID: W2539909562
