Year: 1993
Type: article
Abstract: Einleitung Diarthrosen sind Gelenke, die auf Grund ihrer komplexen Architektur und ihres aktiven Stoffwechsels nur geringe Reibung zwischen den Skelettknochen zulassen.Durch die glatte Gelenkoberfläche wird normalerweise trotz der starken Aufprallwucht eine Bewegung ohne Schmerz und Widerstand ermöglicht.Störungen der Gelenkknorpelfunktion haben viele Ursachen, und die daraus entstehenden degenerativen Gelenkkrankheiten sind oft schwächend, schmerzvoll und können eine sportliche Laufbahn beenden.Ein tieferes Verständnis der Gelenkstruktur und ihrer Funktion vermittelt Einsichten über den Mechanismus von Gelenkkrankheiten, wie die Osteochondrosis dissecans (OCD), und gibt Hintergrundinformationen zur Behandlung einschließlich Operation.Anatomie des Gelenks Die Diarthrose besteht aus einer Knorpelgelenkschicht, die den subchondralen Knochen der angrenzenden Skelettstrukturen abdeckt, der Synovialis und der Gelenkkapsel sowie den periartikulären Bändern und in einigen wenigen Gelenken den intraartikulären Bändern und Menisci.Im glykanen und dem Hyaluronmolekül wird durch ein Verbindungsprotein stabilisien.Es besteht eine einzigartige Vechselwirkung zwischen den Chondrozyten und der sie umgebenden Interzellularsubstanz.Dies wird wahrscheinlich durch eine Zilie von iedem Chondrozyten ermöglicht, die sich in der Matrix ausstreckt und wie eine "Sonde" Veränderungen in der Zusammensetzung der Interzellularsubstanz fühlt.Diese Informationen werden an die Zellorganelle weitergegeben, die für die Synthese der Matrix zuständig sind.Der Gelenkknorpel wird von zwei Seiten ernährt.Die tieferen Schichten werden von Epiphysengefäßen versorgt.Die Oberflächenschicht des Knorpels ist jedoch für den Stoffwechsel der Chondrozyten und die Ablallentsorgung auf die Synovialflüssigkeit und den Vasseraustausch der Interzellularsubstanz angewiesen.Unter physiologischer Belastung kann das Knorpelgewebe auf bis zu 40 Prozent seiner ursprünglichen Höhe zusammengepreßt werden.Das Herauspressen des'Wassers und seine anschließende Rückkehr sorgen für eine "Pumpbewegung" der Nährstoffe zu sowie der Abfallprodukte von den Chondrozyten in der Tiefe des Knorpelgewebes.Allerdings ist die Tiefe, die von dem Nährstoffgradienten erreicht werden kann, begrenzt.Veränderungen der enchondralen Ossifikation in der Tiefe des Gelenk-Epiphysen-Knorpel-Komplexes führen zu einem übertrieben verdickten Knorpelgewebe, das über die Grenzen des Diffusionsgradienten hinauswächst.Das verdickte Knorpelgewebe wird zunehmend anfälliger für mechanische Verletzungen und kann sich vom subchondralen Knochen abspalten, so daß sich ein freier Gelenkkörper der OCD bildet.Die Chondrozytendichte nimmt mit zunehmendem Alter graduell ab.Durch diese Veränderungen in der Zellpopulation kommt es zu einem deutlichen Unterschied zwischen jungen und älteren Tieren in bezug auf die Regenerationsfähigkeit nach Knorpelverletzungen.
Source: Pferdeheilkunde Equine Medicine
DOI: 10.21836/pem19930202
Author: A J Nixon
Institution: Cornell University
Language: English
Subfield: Rheumatology
Field: Medicine
Domain: Health Sciences
Open Access status: bronze
OpenAlex ID: W2553432654
