Year: 2012
Type: article
Abstract: Zusammenfassung Visuelle, auf dem optischen Fluss basierende Kurskontrolle wurde sowohl an stationären als auch an frei fliegenden Fliegen ausgiebig studiert. Für die neuronale Kontrolle dieses Verhaltens scheinen die Tangentialzellen der Lobulaplatte eine große Rolle zu spielen. Diese Zellen sind bewegungsempfindlich, haben große rezeptive Felder, und die räumliche Verteilung ihrer Vorzugsrichtungen entspricht dem optischen Fluss, wie er bei bestimmten Flugmanövern auftritt. Der präsynaptische Schaltkreis, der die lokalen Bewegungsrichtungen berechnet und die Tangentialzellen überhaupt erst empfindlich für visuelle Bewegung macht, lag jedoch lange Zeit aufgrund der geringen Größe der entsprechenden Neurone im Dunkeln. Erste Erfolge erbrachte hier die Kombination von elektrophysiologischen Ableitungen der Tangentialzellen bei Drosophila mit genetischer Blockade einzelner Kandidaten-Neurone. Mit diesem Ansatz wurden die Lamina-Neurone L1 und L2 als Eingangselemente zu zwei parallelen Bewegungsdetektionssystemen identifiziert, die selektiv auf die Bewegung von Dunkel-Hell (L1, ON-System) bzw. Hell-Dunkel (L2, Off-System) -Übergängen reagieren.
Source: e-Neuroforum
DOI: 10.1515/nf-2012-0304
Author: Alexander Borst
Institution: Max Planck Institute of Neurobiology
Language: German
Subfield: Cellular and Molecular Neuroscience
Field: Neuroscience
Domain: Life Sciences
Open Access status: bronze
OpenAlex ID: W2604672263
