Essays on effects of policy interventions in the realm of food standards, trade, and the German labour market
Year: 2017
Type: dissertation
Abstract: Die ersten drei Artikel (Kapitel 3, 4 und 5) analysieren unter welchen Bedingungen positive oder negative Auswirkungen von Standards auf Handel überwiegen. Wir betrachten die folgenden Determinanten: Marktkonzentration, Produktkomplexität, Qualität öffentlicher Institutionen und die Art des Standards. Der erste Aufsatz befasst sich mit der Rolle von Marktkonzentration. Basierend auf der hohen Marktkonzentration und hoher Fixkosten von Standards, ist die Hypothese, dass Länderpaare mit hohen Handelsvolumina noch mehr handeln mit strengeren Standards, während Landpaare mit niedrigem Handelsvolumen noch weniger handeln. Mithilfe von Quantilsregressionen finden wir empirische Belege für die Hypothese. Der zweite Aufsatz verwendet auch Fixkosten als Ausgangspunkt. Dieser fokusiert auf nicht-monetäre Aspekte der Fixkosten durch die Analyse der Rolle der institutioneller Qualität und ihre Bedeutung für die Ausfuhr von verschiedenen Lebensmittelprodukten, die sich nach Verarbeitungsgrad unterscheiden. Öffentliche Institutionen sind insbesondere wichtig für den Export von komplexen Produkten (Fleisch und Milch). Schließlich ist der dritte Aufsatz komplementär zum zweiten Aufsatz. Es betrachtet den International Featured Standard (IFS) als einen wichtigen privaten Standard für verarbeitete Lebensmittelprodukte. Mithilfe der Gravity-Gleichung und einem innovativen Instrument finden wir hier einen handelssteigenden Ansatz auf dem aggregierten Level. Dieser bleibt aber nur robust für Länder der höheren Einkommensgruppe. Der vierte Aufsatz in Kapitel 6 steht nicht im Zusammenhang mit dem Gesamtthema. Dieser konzentriert sich auf die Auswirkungen der "Agenda 2010" als die umfassendste Arbeitsmarktreform in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf verschiedene Variablen wie Arbeitslosigkeit und Labour Force Participation. Dieses Kapitel ist ein innovativer Beitrag für dieses Fachgebiet, weil es auf Synthetische Kontrollmethoden als einzigartige Identifikationsstrategie basiert und somit einen kausalen Zusammenhang herstellen kann. Im Gegensatz zur öffentlichen Wahrehmung finden wir keinen Effekt auf Arbeitslosigkeit, sondern nur einen Ansteig der Labour Force Participation von Frauen und Menschen zwischen 55 und 64 Jahren.
Author: Ehrich, Malte
Language: English
Topic: Global trade and economics
Domain: Social Sciences
Open Access status: gold
Funder: World Health Organization
OpenAlex ID: W2606138819
