Infants’ selective social learning: the impact of informants’ knowledge states and familiarity on infants’ reception and use of information within the second year of life
Year: 2017
Type: dissertation
Abstract: Die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der menschlichen Kultur fußt insbesondere auf der Weitergabe und Aneignung des Wissens über die Welt, das in Form von Informationen von \neiner Menschengeneration zur nächsten übertragen wird. In der vorliegenden Dissertation werden Aspekte der ontogenetischen Ursprünge dieses sozialen Informations- und \nWissenstransfers untersucht. Hierfür wurden vier Studienreihen durchgeführt mit dem Ziel zu \nuntersuchen, inwiefern sich die Vertrautheit und der Wissensstand von Informanten auf das selektive soziale Lernen von Kleinkindern innerhalb ihres zweiten Lebensjahres auswirken. In \nStudienreihe 1 (Studie 1a, n=137; Studie 1b, n=134) wurde überprüft, ob das Explorationsverhalten von 14-monatigen Kleinkindern von dem Wissensstand der Informanten \nhinsichtlich deren lokaler Expertise beeinflusst ist. In Studienreihe 2 wurde in zwei Längsschnittstudien (Studie 2a, n=40; Studie 2b, n=99) die selektive Nutzung des Wissensstandes von Informanten basierend auf deren visueller Perspektive in Versteckspielen \nbei Kindern im Alter von 14 und 19 bzw. 20 Monaten untersucht. In Studie 3 (n=99) wurde, \nebenfalls in einem Versteckspielparadigma, die Präferenz von Kindern im Alter von 14 und 20 Monaten für vertraute vs. fremde Informanten im Längsschnittdesign untersucht. In \nStudienreihe 4 (Studie 4a, n =78; Studie 4b, n=78; Studie 4c, n =97) wurden unter Verwendung \nder zuvor erhobenen Daten die inter-individuellen Unterschiede im sozialen Lernen der Kleinkinder in den Blick genommen. Der Fokus lag hierbei auf dem Zusammenhang zwischen der Qualität der Eltern-Kind Interaktion und dem sozialen Lernen der Kleinkinder von vertrauten und fremden Informanten. Abschließend wird in der vorliegenden Dissertation ein Modell vorgestellt, welches eine Möglichkeit darstellt, die wesentlichen Ergebnisse \nzusammenzuführen und zu erklären. In diesem Modell ist die Fähigkeit, bei der Problemlösung \nin sozialen Lernsituationen auf relevante Informationen zu fokussieren, ein zentraler Aspekt. \nDie vorliegenden Studien liefern empirische Hinweise darauf, dass das Alter der Kinder und \ndie Sensitivität ihrer Eltern Faktoren sein könnten, welche diese Fähigkeit formen. Dieses Modell gilt es in der zukünftigen Forschung zu überprüfen, um dadurch zu einem noch tieferen Verständnis für das soziale Lernen von Kleinkindern und ihren zugrunde liegenden Motivationen, mit denen sie bestimmte Informanten auswählen um sich aktiv Wissen über die \nWelt anzueignen, zu gelangen.
Author: Andy Schieler
Language: English
Subfield: Developmental and Educational Psychology
Field: Psychology
Domain: Social Sciences
Open Access status: green
OpenAlex ID: W2771992126
