Year: 2017
Type: article
Abstract: In diesem Artikel wird auf das Problem der Valenzreduktion der deutschen und polnischen Verben eingegangen. Das Problem ist mit den reflexiven und rezessiven Verben verbunden. In den beiden Sprachen kann das Subjekt, das den Täter (Agens) bedeutet, der Reduktion unterliegen. Im Polnischen ist das Reflexivpronomen ein Äquivalent des weggelassenen Agens, im Deutschen hingegen bilden manche Verben die rezessiven Verben ohne Reflexivpronomen. Im Artikel wird eine breitere Analyse dieses Problems aufgrund von kontrastiven Arbeiten dargestellt. Im weiteren Teil wird die Systematisierung der Relation von grammatischen Kasus (Nominativ, Akkusativ u. a.) zu thematischen Rollen, wie Agens oder Patiens/Thema dargestellt. Als Beispiele sollen die Konstruktionen vom Typ: 'X öffnet das Fenster / X otwiera okno' dienen, in denen die Nominalphrase im Akkusativ als Patiens/Thema interpretiert wird. Falls X eine Nominalphrase mit der thematischen Rolle des Agens ist, haben wir es mit einem Kausativ [+CAUSE] zu tun und folglich wird die Bedingung der Transitivität erfüllt. Wenn es aber für X keine Nominalphrase gibt, eliminiert der syntaktische Mechanismus die Möglichkeit, ein Verb als kausativ oder transitiv zu interpretieren, indem ein Element 'sich/się' die Objektstelle einnimmt: 'plötzlich öffnete sich das Fenster / nagle otwarło się okno'.
Source: Colloquia Germanica Stetinensia
Author: Katarzyna Ochmańska
Institution: University of Szczecin
Language: English
Subfield: Language and Linguistics
Field: Arts and Humanities
Domain: Social Sciences
Open Access status: diamond
OpenAlex ID: W2784162522
