Year: 2009
Type: article
Abstract: Die rechtlich institutionalisierten Organe der betrieblichen Interessenregulierung unterliegen in vielen Ländern neuen Herausforderungen.In Deutschland impliziert vor allem die Erosion und Verbetrieblichung der branchenbezogenen Tarifpolitik weitreichende Veränderungen, die die Betriebsräte mit neuen Anforderungen, aber auch mit neuen Gestaltungsmöglichkeiten konfrontieren.Gleichzeitig ist eine anhaltend schwache Präsenz von Betriebsräten in Kleinbetrieben und in dynamischen Dienstleistungsbranchen zu beobachten.Zudem wurden im letzten Jahrzehnt zunehmend auch andere Formen der kollektiven betrieblichen Interessenregulierung, wie z.B. Runde Tische und Belegschaftssprecher, thematisiert.Diese wurden besonders im Kontext von Unternehmen der Digitalen Wirtschaft und generell in Bereichen hochqualifizierter Wissensarbeit untersucht.Welche Bedeutung diese Formen "Anderer Vertretungsorgane" (AVOs) in anderen Wirtschaftsbereichen haben, welche unterschiedlichen Modelle von AVOs sich identifizieren lassen, wie sich ihre Arbeitsweise von der der Betriebsräte unterscheidet und welche möglichen Folgen sich für die Betriebsräte hieraus ergeben könnten, ist weitgehend ungeklärt.Häufig wurden alle Formen von AVOs von Seiten der Gewerkschaften mehrheitlich abgelehnt.Sie wurden als Scheininteressenrepräsentationen oder auch als vom Management bewusst gegen die Einrichtung von Betriebsräten gerichtete Organe kritisiert.Dass diese Kritik nicht ganz un-Andere Vertretungsorgane als Herausforderung für Betriebsräte?
Source: WSI-Mitteilungen
Authors: Ludger Pries, Markus Hertwig, Axel Hauser-Ditz
Institution: Ruhr University Bochum
Language: German
Topic: Labor Movements and Unions
Subfield: Public Administration
Field: Social Sciences
Domain: Social Sciences
Open Access status: bronze
OpenAlex ID: W2913062008
