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Psychologische und medizinökonomische Aspekte einer 12-tägigen stationären multimodalen Intensivschmerztherapie

Year: 2019
Type: dissertation
Abstract: Chronische Schmerzen zählen zu den größten Gesundheitsbeeinträchtigungen des \nMenschen. Etwa 14 bis 18 Millionen Bundesbürger leiden an chronischen Schmerzen. \nAufgrund der demografischen Entwicklung und des medizinischen Fortschrittes steigt die \nLebenserwartung. In Zukunft ist mit immer mehr älter werdenden Menschen mit vielen \nkomorbiden Erkrankungen und einem deutlichen Anstieg der Anzahl chronischer \nErkrankungen - und insbesondere chronischer Schmerzerkrankungen - zu rechnen. Das \nThema chronische Schmerzen und Schmerztherapie hat jahrzehntelang sehr wenig \nBeachtung in der Öffentlichkeit gefunden. In den letzten Jahren ist das Thema stärker in den \nFokus gerückt, und es fand ein Umdenken in der Behandlung von Patienten mit chronischen \nSchmerzen von der invasiven hin zur ganzheitlichen Therapie statt. So konnte zwar eine \nVerbesserung der Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen erreicht werden, die \naber strukturell und qualitativ noch längst nicht ausreichend ist. Flächendeckende und \ninterdisziplinär arbeitende Schmerzzentren sind kaum vorhanden und es bestehen starke \nregionale Versorgungsunterschiede sowohl in Deutschland als auch weltweit. Da es in vielen \nRegionen an professionellen, multidisziplinär ausgerichteten Schmerzzentren im ambulanten \nund stationären Bereich fehlt, kann auf nachweislich gesichertes Erfahrungsmaterial im \nHinblick auf multimodale Schmerztherapie kaum zurückgegriffen werden. Insbesondere gibt \nes einen Mangel an qualifizierten Schmerztherapeuten und schmerztherapeutisch gebildeten \npsychologischen Psychotherapeuten. So werden insgesamt in der Behandlung von Patienten \nmit chronischen Schmerzen relativ schlechte Behandlungsergebnisse erzielt, obwohl dieser \nPatientengruppe aufgrund der hohen Anzahl Betroffener eine besondere Beachtung \ngeschenkt werden müsste. Insgesamt wird nämlich davon ausgegangen, dass ca. 17 % der \ndeutschen Bevölkerung an chronischen Schmerzen leiden, wobei die Krankengeschichte \ndurchschnittlich sieben Jahre, bei 20 % der Bevölkerung sogar über 20 Jahre andauert. Neben \nder starken Einschränkung der Lebensqualität von Patienten mit chronischen Schmerzen sind \ngerade in diesem Bereich wegen der anhaltenden Dauer des Leidens und der großen Anzahl \nvon Betroffenen auch erhebliche ökonomische und volkswirtschaftliche Belastungen \nfestzustellen. Der demografische Wandel gepaart mit einer stetigen Abnahme der Ressourcen \nmacht eine Optimierung des Ressourceneinsatzes bei der Behandlung von Patienten \nunabdingbar. Um eine grundlegende Verbesserung der geschilderten Situation zu erreichen, \nsind weitere Forschungen auf dem Gebiet der Schmerztherapie von großer Bedeutung. Der \npsychologische, medizinische und medizinökonomische Nutzen der multimodalen \nSchmerztherapie wurde bisher noch nicht ausreichend erforscht. Die vorliegende Studie \nkonnte nachweisen, dass die 12-tägige stationäre multimodale Kurzzeitintervention über den \ngesamten Behandlungsverlauf sowohl kurz- als auch mittelfristig statistisch signifikante \nVerbesserungen der untersuchten Parameter erreicht. Im Vergleich zu einer länger \nandauernden teilstationären Behandlung konnten vergleichbare Behandlungsergebnisse \nerzielt werden. Die Behandlungskosten waren bei der untersuchten Kurzzeitintervention \njedoch nur halb so hoch.
Author: Erk Scheel
Language: German
Open Access status: green
OpenAlex ID: W2982483028
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