Year: 2010
Type: other
Abstract: Die Therapieschemata zur Behandlung eines Diabetes mellitus Typ 2 haben sich in den vergangenen Jahren wesentlich verändert. Inkretinmimetika und Dipeptidyl-Peptidase- IV-Hemmer wurden in die Diabetes-Therapie implementiert. Gleichzeitig wurde die Sicherheit von Glitazonen ausführlich diskutiert. Neue Daten über Sicherheit und Nutzen vor allem hinsichtlich mikrovaskulärer Folgeerkrankungen von Sulfonylharnstoffen wurden präsentiert. Metformin wiederum etablierte sich in den vergangenen Jahren als alleinige First-line-Therapie bei übergewichtigen oder adipösen Typ-2-Diabetikern mit fehlender Kontraindikation oder Unverträglichkeit. 2009 regten zusätzlich große klinische Studien eine Diskussion über den geeigneten HbA1c-Zielwert und den Nutzen einer intensiven Therapie bei Typ-2-Diabetikern an. Dieser Artikel fasst die Neuerungen der erst kürzlich veröffentlichten ÖDG-Leitlinien hinsichtlich Einsatz der verschiedenen Substanzklassen, Therapiebeginn und HbA1c-Zielwert zusammen und gibt eine Übersicht über Vor- und Nachteile der verschiedenen oralen Substanzklassen und Wirkstoffe.
Authors: Susanne Kaser, Christoph Ebenbichler
Language: German
Subfield: Endocrinology, Diabetes and Metabolism
Field: Medicine
Domain: Health Sciences
Open Access status: green
OpenAlex ID: W2992838327
