Year: 2019
Type: article
Abstract: Mit der Schoah wurde die Anzahl der Sprecher des Jiddischen brutal reduziert; damit wurde zugleich die jiddische Kultur vernichtet. In der unmittelbaren Nachkriegszeit kam es in Polen zu Initiativen, deren Reste zu bewahren und sie wiederzubeleben. Der Beitrag behandelt verschiedene solcher Erscheinungsformen, insbesondere die jiddischen Programme des Polnischen Rundfunks. Diese sahen sich dann in den 1950er Jahren zunehmend Versuchen politischer Einflussnahme gegenüber, bei denen es darum ging, ideologische Botschaften zu transportieren. Unter diesen Bedingungen spielte die jiddische Sprache eine identitätsstiftende Rolle und wurde zum wichtigen Kulturträger, worin sich die Situation in Polen von der in anderen Staaten unterschied.
Source: Colloquia Germanica Stetinensia
Author: Anna Rozenfeld
Institution: University of Warsaw
Language: English
Subfield: History
Field: Arts and Humanities
Domain: Social Sciences
Open Access status: diamond
OpenAlex ID: W2994749635
