Year: 2020
Type: article
Abstract: ZBW -Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft 87 Zeitgespräch erhalten, wenn alles offengelegt wird.4 Abstraktion hilft hier meist wenig; die ethische, ökonomische und gesellschaftliche Bewertung wird stets fallspezifi sch sein. Einsatzbereiche für digitales NudgingDigital Nudging gestaltet digitale Entscheidungsumfelder.Gestaltungselemente sind vor allem grafi sches Design (Text, Farben), Erinnerungen, Rückmeldungen, Formulierungen (Framing) sowie Anordnungen (Priming, Salienz) von Inhalten.Einsatzmöglichkeiten fi nden sich im kommerziellen Bereich (z.B. im Online-Handel oder auch beim Online-Glücksspiel 5 ), ebenso im zivilgesellschaftlichen (z.B. Aktionskampagnen) und parteipolitischen Bereich (z.B. im Wahlkampf), in Social-Media-Präsenzen im Kampf um Aufmerksamkeit und Likes sowie zunehmend auch im staatlich-regulativen Bereich (z.B. E-Government).Schließlich werden digitale Nudges auch als "Snudges", also Selbst-Nudges eingesetzt, beispielsweise im Rahmen von Selbstoptimierung durch Self-Tracking -Technologien, als Hilfe zur Einhaltung von Medikation, als Selbstbindungsinstrument, um selbstgesetzte Ziele zu erreichen.Der Fokus liegt beim digitalen Nudging auf dem Design der Nutzerschnittstelle, die entweder zum Vorteil der Nutzer, oder aber zum Vorteil der Gestalter der Schnittstelle eingesetzt werden können.Wohlfahrtstheoretisch ideal und ethisch fair sind solche Schnittstellen, die für beide Marktseiten sowie für die Gesellschaft als Ganzes von Wert sind.Grundsätzlich sind die verhaltenspolitischen Instrumente beim Online-und Offl ine-Nudging die gleichen.Wie Gesetze und Verbote, Subventionen und Steuern, Bildung und 4 Vgl.
Source: Wirtschaftsdienst
Author: Lucia A. Reisch
Institution: Zeppelin Universität gemeinnützige GmbH
Language: German
Subfield: General Decision Sciences
Field: Decision Sciences
Domain: Social Sciences
Open Access status: gold
Estimated APC paid:
OpenAlex ID: W3007765229
