Religiosität in unterschiedlichen Religionskulturen – Vergleiche auf der Basis der Centrality of Religiosity Scale
Year: 2020
Type: article
Abstract: Zusammenfassung Der Beitrag diskutiert die interreligiöse Anwendbarkeit der Centrality of Religiosity Scale (CRS). Ein wesentlicher Teil besteht in der soziologischen Begründung von sechs Kerndimensionen der Religiosität (Ideologie, Intellekt, Erfahrung, private Praxis, öffentliche Praxis, Konsequenzen im Alltag), wobei die CRS auf den ersten fünf Dimensionen basiert. Bei der theoretischen Begründung der Kerndimensionen spielen ihre relative Autonomie sowie soziale Erwartungen an religiöse Personen eine entscheidende Rolle. Für die interreligiöse Anwendbarkeit der CRS spricht, dass die thematisierten sozialen Erwartungen bei allen größeren Religionskulturen gegeben sind. Darauf aufbauend werden die Operationalisierung der Kerndimensionen sowie einzelne Modifikationen der Indikatoren in bestimmten Religionskulturen dargestellt. Dabei sind die Formspezifik und inhaltliche Allgemeinheit der Indikatoren zentral, um die CRS vergleichend in unterschiedlichen Religionskulturen anwenden zu können. In empirischer Hinsicht wird die Reliabilität (Cronbachs Alpha) der aus zehn Indikatoren bestehenden CRS-10 bei jüdischen, christlichen, islamischen, hinduistischen und buddhistischen Respondenten in den Daten des internationalen Religionsmonitors 2007, der in 21 Ländern unter Berücksichtigung der genannten fünf großen Religionskulturen durchgeführt wurde, diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass sich nach der Berücksichtigung des Modernisierungsgrads einer Gesellschaft und der Anteil von Säkularen die Reliabilitätskoeffizienten in allen Religionskulturen in einem akzeptablen Bereich befinden.
Source: cultura & psyché
Institutions: University of Bern, University of Fribourg
Language: German
Subfield: Health
Field: Social Sciences
Domain: Social Sciences
Open Access status: hybrid
Estimated APC paid: $3,190
Funder: University of Bern
OpenAlex ID: W3048015641
