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Ethische Zielkonflikte in der Corona-Krise

Year: 2021
Type: article
Abstract: Die gegenwärtige Corona-Pandemie und -Krise fordert die Ethik in vielfältiger Weise heraus.Die Pandemie stellt ein "Public Health"-Problem dar.Im Fokus stehen deshalb öffentliche und gesellschaftliche Aufgaben etwa der Eindämmung des Infektionsgeschehens. Diese dienen auch dem Schutz von Individuen, aber nicht einheitlich und in der gleichen Weise.Das öffentliche Interesse, die Interessen bestimmter Gruppen und die Interessen einzelner Personen können u.U. stark divergieren.Auch ist unklar, worin das öffentliche Interesse genauer besteht.Welche Aufgaben sind neben dem Infektionsschutz zu berücksichtigen und wie weit darf der Infektionsschutz gehen?Ein notorisches Problem ist die Bezugsgröße von "Public Health"-Problemen und -Aufgaben (national, international, regional oder global?) und den damit einhergehenden Interessenskonflikten und divergierenden (räumlichen und zeitlichen) Aufgabenbestimmungen (Faden et al. 2019).Schließlich konzentriert sich die Angewandte Ethik bislang vor allem auf abgrenzbare Bereiche und die für diese Bereiche charakteristischen Problemstellungen und stößt angesichts der komplexen bereichsübergreifenden Herausforderungen der Gegenwart, zu denen auch die Corona-Pandemie gehört, an ihre Grenzen.Nicht zufällig wird die die Pandemie betreffende ethische Diskussion in Deutschland von engumrissenen medizinethischen Überlegungen dominiert, die sich auf einen medizinisch verstandenen direkten Lebensschutz konzentrieren.Ziel meines Essays kann es nicht sein, diese Probleme auf wenigen Seiten zu lösen.Stattdessen will ich einige problematische Engführungen herausstellen, auf weitreichende Fehleinschätzungen hinweisen und wichtige Aufgaben für die weitere
Language: German
Field: Medicine
Open Access status: hybrid
Estimated APC paid: $2,890
OpenAlex ID: W3176949002
FWCI: 0.585
Cites: 18
Cited by: 3
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