Les nouvelles expressionnistes de RDA
Year: 2021
Type: article
Abstract: Die 1994 von K. Bilang identifizierten „Expressionistinnen“ sind ein idealer Untersuchungsgegenstand, um die Stellung der Frauen der jungen Künstlergeneration in der späten DDR zu analysieren. Es handelt sich hier keineswegs um eine formell konstituierte Gruppe, sondern um ein informelles Netzwerk, das verschiedene Individualitäten zusammenbringt, die außerhalb der offiziellen Kanäle spontan zusammenarbeiten. Angela Hampel, Christine Schlegel, Cornelia Schleime und Karla Woisnitza wurden in den 1950er Jahren geboren und haben in Dresden Bildende Kunst studiert. Die Untersuchung ihres Werkes zeigt, wie es diesen Künstlerinnen gelang, sich eine expressionistische Tradition anzueignen, die vom Regime mit Argwohn betrachtet wurde, aber dennoch in der DDR immer präsent war. Die Anwesenheit der Künstlerinnen ermöglicht auch einen intragenerationellen Vergleich mit ihren männlichen Kollegen. Die Konzentration auf das im Werk zum Ausdruck kommenden „Körpergefühl“ hilft, die Entstehung einer genuinen künstlerischen Subjektivität zu erfassen, die zwischen Mythos, Fabel und Traum angesiedelt ist. Ein dritter Punkt, der den intermedialen Praktiken gewidmet ist, vertieft die Idee einer Singularität, wobei die Notwendigkeit unterstrichen wird, die Kategorien „weiblich“ und „feministisch“ an den spezifischen DDR-Kontext anzupassen.
Source: Cahiers d’études germaniques
DOI: 10.4000/ceg.15125
Author: Sibylle GOEPPER
Institution: Université Jean Moulin Lyon III
Language: French
Topic: Art, Politics, and Modernism
Subfield: Visual Arts and Performing Arts
Field: Arts and Humanities
Domain: Social Sciences
Open Access status: green
OpenAlex ID: W4206973838
