Year: 1988
Type: article
Abstract: Zusammenfassung Die heutigen „neuen“ sozialen Bewegungen - Studenten-, Ökologie-, Frauen-, Friedensbewegung - sind nicht wirklich neu. Sie entwickeln sich seit bereits zweihundert Jahren und sind in der Gegenwart erneut und verstärkt aufgetreten. Soziale Bewegungen spielen eine wichtige Rolle in der anhaltenden System-Modernisierung, auch, wenn sie antimodernistisch eingestellt sind. Gegenüber der Systementwicklung machen sie „soziale Fragen“ geltend und schaffen so ein Wechselverhältnis zwischen systemischem Problemzyklus und sozialem (Re)Aktionszyklus. Damit wirken sie zugunsten einer Readaption des Systems an seinen Kultur- und Naturkontext. Das fluktuierende Erstarken und nachfolgende Schwächerwerden vieler sozialer Bewegungen korrespondiert mit den langfristigen Innovationszyklen des Industriesystems (Schumpeter- oder Kondratieff-Zyklen). Die Arbeiter- und Genossenschaftsbewegung folgt dagegen, eher linear als fluktuierend, dem Langfristtrend des industriellen Systemaufbaus.
Source: Zeitschrift für Soziologie
Author: Joseph Huber
Language: German
Subfield: Sociology and Political Science
Field: Social Sciences
Domain: Social Sciences
Open Access status: bronze
OpenAlex ID: W4239364699
