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Affektive Netze

Year: 2019
Type: book-chapter
Abstract: Im Oktober 2017 wurde unter dem Hashtag #MeToo in den sozialen Medien, vor allem über den Mikroblogging-Dienst Twitter, eine internationale Bewegung gegen sexuelle Gewalt und Unterdrückung mobilisiert.Angestoßen von Zeitungsberichten über die Vorwürfe der sexuellen Nötigung und Belästigung durch den US-amerikanischen Filmproduzenten Harvey Weinstein, wurde eine Welle von Postings und Tweets losgetreten, die unter dem Hashtag #MeToo millionenfach Zeugnis von den verschiedensten Formen sexueller Diskriminierung ablegten.Die Verwendung des Hashtags machte es den Überlebenden sexueller Gewalttaten weltweit möglich, ihre Erfahrungen zu teilen und sich als Teil dieser Bewegung zu verstehen.Zwar ging MeToo als globale Bewegung von Hollywood aus und mobilisierte in einer ersten Welle vornehmlich Frauen in Industriestaaten.Tatsächlich aber ist der Begriff bereits seit 2006 im Umlauf.Die Aktivistin Tarana Burke hatte unter dem Stichwort MeToo eine Organisation ins Leben gerufen, die auf die sexuelle Gewalt vornehmlich gegen Black women und Women of Color hinweisen und ihnen Unterstützung und ein gemeinschaftliches Netzwerk anbieten sollte.MeToo ist damit eine Bewegung, die weder auf heterosexuelle, weiße Mittelklassefrauen begrenzt ist noch auf eine bestimmte Gruppe beschränkt sein kann.Sexuelle Diskriminierung, das zeigt das weltweite Echo des Hashtags, trifft Menschen jedes Geschlechts, jeder Hautfarbe und jeder Klasse.#MeToo heißt daher unter anderem auch #QuellaVoltaChe, #AnaKaman oder #YoTambien -Widerstand zeigt sich in vielen Sprachen und Formen, so wie auch sexuelle Gewalt weltweit und in verschiedenen Formen erlebt wird, was sich auch in den wegbereitenden und begleitenden Bewegungen von MeToo in zahlreichen Ländern
Author: Marie Wuth
Language: German
Subfield: Gender Studies
Open Access status: hybrid
OpenAlex ID: W3137297115
FWCI: 1.448
Cites: 5
Cited by: 12
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