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Einführung

Year: 2011
Type: book-chapter
Abstract: EinführungJuden und Muslime sind in einem christlich dominierten Europa zu unterschiedlichen Zeiten mit der gleichen Frage konfrontiert: Wie können sie sich in die Mehrheitsgesellschaft integrieren, ohne ihre eigene Identität in Frage zu stellen?Dieser Prozess hat im 19.und frühen 20.Jahrhundert zu einer Vielzahl von Antworten europäischer Juden geführt, die von völliger Assimilation über eine teilweise Akkulturation bis hin zur Identifikation mit neuen Bewegungen wie dem Zionismus und dem Sozialismus reichten.Können Muslime heute aus dieser Erfahrung lernen?Führen gemeinsam beschrittene Wege zu einer Annäherung?Überschattet der Holocaust die Errungenschaften der Emanzipation?Dies sind einige Fragen, die in dieser Sektion gestellt wurden.Reinhard Schulze betonte in seinem Beitrag "Islam und Judentum im Angesicht der Protestantisierung der Religionen im 19.Jahrhundert", dass man unter "Protestantisierung" im 19.Jahrhundert jenen Prozess verstehen könne, der einen normativen Religionsbegriff schuf und zur intellektuellen Richtschnur für die Selbstfindung "religiöser" Traditionen wurde.Für die nichtchristlichen Konfessionen (wie auch für den Katholizismus und die Orthodoxie) stellte das protestantische Paradigma einen fast unausweichlichen Kontext für die entstehende "Wissenschaft des Judentums", aber auch für eine "islamische Wissenschaft vom Islam" dar.In diesen vom Protestantismus vorgegebenen Rahmen mussten im 19.Jahrhundert andere christliche Konfessionen passen, aber eben auch nichtchristliche wie Judentum und Islam.Dies bedeutete eine Erneuerung ihres Selbstverständnisses von Grund auf.John Efron nahm einen Aspekt dieser Erneuerung auf und widmete sich der Umwertung hebräischer Ästhetik seit Beginn der Haskala, der jüdischen Aufklä-
Language: German
Open Access status: gold
OpenAlex ID: W4244749018
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