Year: 2013
Type: article
Abstract: Einleitung Im Rahmen der Vernehmlassung zum nationalen Krebsregistrierungsgesetz werden Vor-und Nachteile einer nationalen Krebsregistrierung in der Schweiz erneut diskutiert.Das Schweizer Kinder krebsregister (SKKR) blickt auf fast 40 Jahre Erfahrung als nationales Krebsregister für Kinder und J ugendliche zurück.Dieser Artikel erklärt die Besonderheiten von Krebserkrankungen bei Kindern, beschreibt die Erfahrungen des SKKR als nationales Krebsregister und zeigt den Nutzen der erhobenen Daten für Klinik, Forschung und Public Health.Wie funktioniert das Schweizer Kinderkrebsregister? Das SKKR wurde 1976 v on der Schweizerischen P ädiatrischen Onkologiegruppe (SPOG) gegründet.Es ist bisher die einzige nationale Plattform für Krebsregistrierung in der Schweiz [1, 2]*.Krebs bei Erwachsenen wird primär kantonal erfasst.Eine n ationale Abdeckung wird hier erst in einigen Jahren erreicht sein [3, 4].Das SKKR ist wie die nationalen Kinderkrebsregister in anderen Ländern ein epidemiologisches, bevölkerungsbasiertes Register für das Kinderkrebs-Monitoring. Zusätzlich hat es Eigenschaften eines klinischen Registers und erfasst Behandlung und Verlauf.Erhoben w erden die Daten aller Einwohner-(innen) der Schweiz, die bis zum Alter von 20 Jahren an Leukämie, einem benignen oder malignen Hirntumor, einem malignen soliden Tumor oder einer Histiozytose erkrankt sind [5].Hierzu werden Daten aus den behandelnden Kliniken, Pathologielabors, anderen Registern sowie aus Krankenhaus-und M ortalitätsstatistiken erfasst.Dabei erfolgt ein regelmässiger Datenabgleich mit den kantonalen Krebsregistern.Kinder bis zu 15 Jahren werden fast vollständig registriert (>95 %).Jugendliche sind bisher nur teilweise erfasst (ca.60-70 %).Die Tumore werden nach der «Internationalen Klassifizierung der Krankheiten für die Onkologie» (3.Revision, ICD-O-3) und der «Internationalen Klassifizierung für Krebserkrankungen im Kindesalter» ( 3. Revision, ICCC-3) kodiert [6].Basisdaten z u Tumor und Therapie zum Diagnosezeitpunkt werden von den behandelnden Ärzt(inn)en geliefert und aus den Krankenakten extrahiert.Der spätere Verlauf wird wiederholt erfasst.
Source: Bulletin des Médecins Suisses
Authors: Kuehni, Claudia E., Michel, Gisela, Egger, Matthias, Zwahlen, Marcel, Beck-Popovic, Maja, Niggli, Felix, von der Weid, Nicolas X
Institution: Swiss Paediatric Oncology Group
Language: German
Subfield: Oncology
Field: Medicine
Domain: Health Sciences
Open Access status: bronze
OpenAlex ID: W4252589738
