Year: 2022
Type: article
Abstract: Die Nachricht vom Tod Hermann Bausingers hat alle, die ihn kannten und verehrten, mit großer Trauer erfüllt.Mit ihm ist einer der Großen des Faches Volkskunde dahingegangen.Mein Nachruf für die Zeitschrift Fabula wird im Gegensatz zu andernorts erschienenen, umfassenderen Würdigungen zwei Akzente setzen: einerseits meine eigenen Erinnerungen an den akademischen Lehrer, andererseits die Würdigung des herausragenden Erzählforschers. Persönliche ErinnerungenIch begann mein Studium der Germanistik, Geschichte und Volkskunde an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, wo ich von Kurt Wagner und Lutz Röhrich erstmals mit volkskundlichem Gedankengut vertraut gemacht wurde.Nach drei Semestern zog es mich 1955 nach Tübingen, und schon in der ersten Semesterwoche besuchte ich das Ludwig-Uhland-Institut (LUI) für Volkskunde im Tübinger Schloss, wo ich sogleich Hermann Bausinger als den Statthalter der Volkskunde kennenlernte.Die Direktorenstelle war damals verwaist, weil der frühere Direktor, der Germanist Hugo Moser, einem Ruf an die Universität Bonn gefolgt war.Neben Bausinger war noch Helmut Dölker als Gastprofessor am LUI tätig.Er kam aus Stuttgart und hielt einmal pro Woche eine volkskundliche Vorlesung.Ich schrieb mich bei Bausinger ein und machte mich mit dem kleinen Kreis meist schwäbischer Studierender bekannt.Bausinger war Hochschulassistent und konnte sein Lehrangebot frei gestalten.
Source: Fabula
Author: Rolf Wilhelm Brednich
Institution: University of Göttingen
Language: Vietnamese
Subfield: Literature and Literary Theory
Field: Arts and Humanities
Domain: Social Sciences
Open Access status: hybrid
Estimated APC paid: $2,107
OpenAlex ID: W4285098693
