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Die Jahresexkursion der GfU nach Südwestfrankreich vom 29. August bis zum 05. September 2021

Year: 2022
Type: article
Abstract: Die Freude war groß, als diese Exkursion tatsächlich stattfinden konnte, denn sie war schon für das Jahr 2020 geplant, musste aber wegen der Corona-Pandemie ins Folgejahr und dann nochmals vom traditionellen Pfingsttermin auf den Spätsommer verschoben werden.Sie führte uns in das Tal der Vézère, das mit immerhin fünfzehn seiner ungemein reichhaltigen prähistorischen Fundstätten und Bilderhöhlen seit 1979 auf der Welterbeliste der UNESCO steht (Sabatier 2014), und in dessen nähere und weitere Umgebung bis nach Bordeaux sowie in den Raum Angoulême -kurz: in das Paradies für uns Urgeschichts-Fans (übergreifend: Félix und Aubarbier 2011).1. Tag, Sonntag, 29.August 2021: Solutré.Um 6 Uhr in der Früh ging es auf die weite Reise nach Südwestfrankreich.Der "Bus voller Nerds", wie sich die Gruppe augenzwinkernd bezeichnete, legte einen längeren Aufenthalt in einem Ort ein, dessen Name in der Chronologie der Urgeschichte verewigt ist: in Solutré, der Typlokalität des Solutréen, benannt 1872 von Gabriel de Mortillet, einem der bedeutendsten französischen Prähistoriker seiner Zeit, nachdem die Fundstelle 1866 zufällig entdeckt worden war.Musée de Préhistoire in Solutré.Unübersehbar überragt der markante Kalkfelsen die weitläufigen Weinbaugebiete von Solutré (Abb.1).Die Gegend trägt wegen ihres reichen Natur-und Kulturerbes zusammen mit nur knapp 50 weiteren die Auszeichnung "Grand Site de France".In bewusstem Gegensatz dazu schmiegt sich das moderne Museum unauffällig an den Fuß des Felsens, um die Schätze dieser bedeutenden Fundstelle im Inneren des Berges zu präsentieren.Der Museumsleiter Pierre-Guillaume Denis führte uns zuerst durch die aktuelle Sonderausstellung über ausgestorbene eiszeitliche Tiere mit mehreren lebensgroßen Repliken und einigen Mitmach-Stationen.Die Dauerausstellung (Floss 2016) veranschaulicht den ungewöhnlich langen Zeitraum, der durch Funde aus Solutré und Umgebung belegt ist: Er umfasst ab dem Mittelpaläolithikum alle Kulturstufen des Paläolithikums.Besonders bemerkenswert sind die Elfenbeinperlen in Körbchenform aus dem Aurignacien und natürlich die berühmten Lorbeer-
Language: German
Subfield: Anthropology
Open Access status: bronze
OpenAlex ID: W4290420408
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