"Das ergab aber ein so buntes und wenig eindrucksvolles Bild".
Year: 2012
Type: article
Abstract: Karten und insbesondere Verbreitungskarten gelten in der modernen Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie als eine eigenständige Quellengattung und gehören inzwischen zu den ›kommunikativen Selbstverständlichkeiten‹ des Faches. Sie leisten derart überzeugend und machtvoll Bestandsaufnahmen und Ergebnispräsentationen, dass darüber ihre instrumentellen Voraussetzungen, ihre Prozeduren und Verfahrensbedingungen kaum mehr hinterfragt werden. Sie gilt es aber zu reflektieren, denn sie sind der tradierte Rahmen, in dem archäologische Funde und Befunde zu verschiedenen Zeichen auf Karten transformiert werden, um Ordnung in die Dinge zu bringen. Eine Möglichkeit der Annäherung an die Entstehungsbedingungen archäologischer Karten bietet die historiographische Perspektive. Im vorliegenden Beitrag wird zurückgeblickt auf die Anfänge der archäologischen Kartographie im ausgehenden 19. Jh., wie sie zwischen den Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte verhandelt wurden. Die überlieferten Diskussionen und Arbeitsberichte zeigen, wie das Kartieren die Perspektive auf die archäologischen Phänomene veränderte.
DOI: 10.54799/zluu4541
Author: Susanne Grunwald
Language: German
Subfield: Geography, Planning and Development
Field: Social Sciences
Domain: Social Sciences
Open Access status: diamond
OpenAlex ID: W4297398986
