Year: 2022
Type: article
Abstract: Oftmals wird Geld primär als Tauschmittel verstanden, das das Funktionieren von Märkten erst ermöglicht.Eine gängige Alternative ist es, auf Geld als Wertmaßstab zu verweisen, mit dem überhaupt erst qualitativ höchst unterschiedliche Dinge und Prozesse in ein quantitatives Verhältnis gesetzt werden.Geld ermöglicht nicht nur Bewertungen, sondern verkörpert diese gleichfalls.Die stetige Ausweitung der monetären Quantifizierungen und Bewertungen und insbesondere die gesellschaftlichen Implikationen dieses Prozesses der Finanzialisierung sind Gegenstand der in deutscher und englischer Sprache (Stehr/Voss, 2019) vorliegenden Gesellschaftstheorie der Moderne von Nico Stehr und Dustin Voss.Nico Stehr, emeritierter Karl-Mannheim-Professor für Kulturwissenschaften an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen, befasst sich seit langem umfassend mit Wissen und Wissensgesellschaften.Seinem gesamten Werk kann an dieser Stelle nicht gerecht werden, es sei lediglich darauf verwiesen, dass er in jüngerer Zeit, jeweils gemeinsam mit Koautor:innen, gesellschaftstheoretisch konzipierte Monographien vorgelegt hat, die sich etwa mit Wissen (Stehr/Adolf, 2018), Klima (Stehr/Machin, 2019) oder eben, wie in dem hier zu würdigenden Falle, mit Geld beschäftigen.Dustin Voss ist Doktorand der Politischen Ökonomie am European Institute der London School of Economics and Political Science (LSE).Zuvor studierte er dort Politische Ökonomie Europas sowie an der Zeppelin Universität Soziologie, Politik und Ökonomie.Er beschäftigt sich unter anderem mit dem Niedergang keynesianischer Wirtschaftspolitik in der europäischen Sozialdemokratie.
Source: Soziologische Revue
Author: Philipp Degens
Institution: Universität Hamburg
Language: German
Subfield: Finance
Domain: Social Sciences
Open Access status: hybrid
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OpenAlex ID: W4297833200
