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Teilnehmen — Teilhaben — Teilgeben

Year: 2022
Type: book-chapter
Abstract: Die Ermöglichung von »Teilhabe« ist omnipräsent in den Diskursen zu kultureller Bildung und grundlegend für ihre Bedeutungskonstitution (Fuchs 2017; Mörsch 2017; Barthel 2019; Witt 2017).Dabei wird Teilhabe meist dezidiert von »teilnehmen« unterschieden, welches tendenziell als passiver gilt.Trotz solch einer übergreifenden Prämisse erweist sich der Begriff der Teilhabe (bzw.der oft synonym verwendete Begriff der Partizipation) in Forschung und Praxis wenig einheitlich und zeichnet sich durch eine auffällige »Unschärfe« und ideologische Auf ladung aus (Zirfas 2015).So spricht Fuchs von einer positiv aufgeladenen »Pathosformel« (Fuchs 2015: 2) oder Zirfas sieht ihn als anfällig für »Inszenierungen pädagogischer Symbolpolitik« (Zirfas 2015: 9).Ungeachtet dessen haben Teilhabe und Partizipation seit den 1970er Jahren einen hohen Stellenwert in Debatten und Forderungen nach Chancengleichheit und Mitbestimmung in der kulturellen Praxis und sind in der letzten Dekade von tanzpädagogischen sowie tanzkünstlerischen Praktiken bewusst aufgegriffen worden und haben diese verändert.Doch welche Teilhabe-bzw.Partizipationsverständnisse und welche dazugehörigen Praktiken lassen sich im Feld Tanz und kultureller Bildung erkennen?Was verstehen Einzelne darunter und welche theoretischen Referenzsysteme werden in der Diskussion herangezogen?Wie lassen sich Vorstellungen des Teilens und der Teilhabe theoretisch und empirisch in ihrer Verschränkung verstehen und erweitern?Solche Fragen werden, wenn überhaupt nur rudimentär und anhand einzelner Beispiele diskutiert.Der vorliegende Beitrag möchte daher nach einer kurzen kritischen Auswertung von Literatur zu Teilhabe und Partizipation (im Tanz), die dort artikulierten Vorstellungen in einem zweiten
Author: Yvonne Hardt
Language: German
Open Access status: hybrid
OpenAlex ID: W4297845960
FWCI:
Cites: 1
Cited by: 2
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