Kurze Erwiderung auf Wenturis, Nikolaus: Kritische Bemerkungen zu der Diskussion über die neugriechische Identität am Beispiel von Fallmerayer, Huntington und Auernheimer
Year: 2000
Type: article
Abstract: Kurze Erwiderung auf Wenturis, Nikolaus: Kritische Bemerkungen zu der Diskussion über die neugriechische Identität am Beispiel von Fallmerayer, Huntington und Auernheimer.In: Südosteuropa, 49 (2000) 5-6, S. 308-324.B ei H errn Professor W enturis habe ich m ich aus drei G ründen zu bedanken.Erstens w eil er einem m einer B eiträge in der Zeitschrift Südosteuropa [47 (1998) 1-2, S. 1-17], ausführliche B em erkungen im U m fang von 16 Seiten w idm et.Z w ei tens, w eil er m ich U nbekannten schon im Titel neben die berühm ten bzw .berüch tigten A utoren Fallm erayer und H untington setzt und so ein durchaus originelles Trio schafft.D rittens, w eil er m ir einige des Ü berdenkens w erte, w enn gleich nicht leicht verständliche A nregungen liefert.Sätze w ie die folgenden w ollen etli che M ale gelesen sein: "D aneben w eist die historizistisch-essentialistische B e trachtungsw eise von A uernheim er oder auch von D uceliier einen gravierenden M angel auf, w eil sie nicht zu differenzieren verm ögen, daß die politische Philo sophie eines Platon und eines A ristoteles lediglich die konstituierte Substanz A thens, nicht jedoch die realpolitische O rdnung der Polis der A thener kodifizier te.W enn also die B edeutung des platonischen und aristotelischen Paradigm as an seiner U m setzbarkeit in die tagespolitische R ealität, und w enn anhand des perm a nenten M ißverständnis dessen, w as klassische politische Philosophie bezw eckt, der heuristische Stellenw ert aristotelischer Politik untersucht w erden sollte, indem sein 'idealtypisches' Polis-M odell einer sozialw issenschaftlichen R ealdefinition, der sie nicht gerecht w ird, dann w ird das Scheitern der politischen Philosophie und der H istoriographie vor einer A ufgabe evident, die keinesfalls die ihre w ar bzw .ist." (S.318) D er "historizistische Essentialism us" ist laut W enturis das w e sentliche M erkm al, das m ich m it Fallm erayer und H untington verbindet.O bw ohl der B egriff auf jeder Seite m ehrere M ale auftaucht, w ird m ir leider nicht klar, w as er genau bedeuten soll.A ußer D ank habe ich aber auch ein großes B edauern vorzubringen: W enturis scheint m eine A rt der D arstellung überhaupt nicht verstanden zu haben.W enn ich Fallm erayer zitiere oder paraphrasiere, heißt das für ihn, daß ich m ich dam it iden tifiziere.D as ist selbstverständlich nicht m eine A bsicht und w ohl auch nicht w is senschaftlicher Standard.N ur aufgrund dieses M ißverständnisses kann m ir W enturis eine B ew eisführung unterstellen "die offenbar auf rassistischen V orstel lungen beruht".(S.311)A uf S.3 m eines B eitrags führe ich m ehrere K ritiker Fallm erayers an; auf Seite 4 fasse ich m eine eigene Position zum Them a "B lutreinheit der G riechen" zusam m en: "D ie A ussagen zur A bstam m ungsffage w ird m an heute zum guten Teil als typisches Produkt der R assentheorien des 19.Jahrhunderts be trachten und entsprechend in ihrem w issenschaftlichen Erklärungsw ert einstufen."
Author: Gustav Auernheimer
Language: German
Subfield: Cultural Studies
Field: Social Sciences
Domain: Social Sciences
Open Access status: bronze
OpenAlex ID: W4297932582
