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Die Kunst des Sehens und das Naturschreiben. Die Landschafts- und Naturdarstellung im Roman Am Fluss von Esther Kinsky

Year: 2022
Type: article
Abstract: In dem 2014 herausgegebenen Roman Am Fluß beobachtet die Erzählerin bei ihren Spaziergängen am River Lea an der Peripherie Londons eine unscheinbare Gegend, die der traditionellen Auffassung des Naturschönen nicht entspricht. Die Betrachtung der Landschaft findet ihren künstlerischen Ausdruck in einer äußerst präzisen und zugleich lyrischen Sprache. Die Naturerforschung vollzieht sich auch durch den schöpferischen Akt des Benennens und des Darstellens der menschlichen und nichtmenschlichen Welt. Esther Kinsky schildert unterschiedliche Landschaften: das Gelände am Fluss mit seiner Mischung aus Urbanem und Ländlichem, andere Flusslandschaften aus der Erinnerungsperspektive sowie kriegs- und gewaltversehrte Gelände. Die Einstellung des Subjekts ist gekennzeichnet durch eine Abkehr von der anthropozentrischen Perspektive, die die Natur instrumentalisiert. Im Beitrag werden die Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt im literarischen Text unter Einbeziehung der ökokritischen Perspektive sowie die ästhetischen Möglichkeiten einer Repräsentation der Landschaft und Natur im Roman untersucht.
Source: Porównania
Language: German
Open Access status: diamond
OpenAlex ID: W4303198271
FWCI: 4.726
Cites: 2
Cited by: 4
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