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Einleitung

Year: 2022
Type: article
Abstract: Subjektivierungsweisen des DigitalenIn den letzten Jahren sind im Bereich digitaler Technologien eine Fülle an neuen Anwendungen entstanden, die durch schnellere Rechenleistungen und immer effizientere Algorithmen digitale Prozesse revolutionierten.Künstliche-Intelligenz-Algorithmen ermöglichen es, nie gekannte Datenmengen in kürzester Zeit zu durchforsten und Daten miteinander in Relationen zu stellen.Daraus sind digitale Anwendungen hervorgegangen, die unser Leben, aber auch die Art und Weise verändern, wie wir uns und andere als Subjekte wahrnehmen und zu Subjekten werden.Der Informatiker Joseph Weizenbaum hat bereits in der ersten großen K. I. Welle Ende der 1970er Jahre, unter Rückgriff auf einen von Max Horkheimer geprägten Begriff -vor dem Überhandnehmen der darin implementierten instrumentellen Vernunft gewarnt (vgl.Weizenbaum 1990).Instrumentelle Vernunft meint hier in aller Kürze: eine technisch vermittelte Zweckrationalität.Also die Unterwerfung körperlicher, gesellschaftlicher und sozialer Belange unter die Logik der Zahl, der Statistik und der Verwaltung.Durch die mit digitalen Technologien ermöglichte Intensivierung, Daten individualisierter und verkörperter Subjekte zu sammeln, entstehen neue Zugriffspunkte für verschiedene Ökonomisierungs-, Regierungsund Herrschaftspraktiken, aber auch Möglichkeiten einer kritischen Auseinandersetzung, denen dieses Heft nachspürt.Die damit
Authors: Hannah Fitsch, Katrin M. Kämpf, Elisabeth Klaus
Language: German
Open Access status: bronze
OpenAlex ID: W4309320657
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