Year: 2023
Type: article
Abstract: Zusammenfassung Den Ausgangspunkt dieses Beitrags bildet die Beobachtung, dass Bourdieus Rechtsdenken bislang nur einseitig zur Kenntnis genommen wird. In der Literatur gilt er in seiner rechtsbezogenen Analyse vor allem als Feldtheoretiker. Er steht in dieser Lesart für die Betrachtung eines Rechts, das – angereichert um eine Machtanalytik – entlang der Perspektive sozialer Differenzierung zu entschlüsseln sei. Dem wird im Beitrag eine Lesart gegenübergestellt, die Bourdieus analytischen Blick auf das Recht als Integration von einerseits sozialstruktureller und andererseits kultursoziologischer Perspektive aufschlüsselt. Eine solche Betrachtung, so wird argumentiert, vermag Bourdieus Mehrwert für die Rechtssoziologie umfänglicher zu verdeutlichen als bloß durch eine feldtheoretische Rezeption des Autors. Dieser begründet sich aus dem Potenzial, Subjekt- und Handlungsbegriff sowie Macht- und Herrschaftsverständnis innerhalb der Rechtssoziologie erneuern und differenzieren zu können.
Source: Zeitschrift für Soziologie
Author: Andrea Kretschmann
Institution: Leuphana University of Lüneburg
Language: German
Topic: Social and Cultural Dynamics
Subfield: Sociology and Political Science
Field: Social Sciences
Domain: Social Sciences
Open Access status: hybrid
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OpenAlex ID: W4385636324
