Year: 2023
Type: article
Abstract: Kunstsoziologie ist ein weites Gebiet.Es auf die Beaux-Arts zu beschränken, würde zwar den Konventionen der Moderne entsprechen, aber zugleich zu einer unzulässigen Einengung des Gegenstandsbereiches führen.Denn zum einen ist die Epoche, die nur das autonome Werk, also das allein aus künstlerischem Gestaltungswillen entstandene Werk, als Kunst anerkennt, recht jung, und zum anderen ist sie bereits ein Stück weit überholt.Dieses Denken setzte sich erst im 19.Jahrhundert durch, als die Wertetafeln der bürgerlichen Gesellschaft tonangebend wurden.Aber auch in den vorausgegangenen Jahrhunderten wurden bedeutende Werke geschaffen.Damals wurden Kunstschaffende als Auftragnehmer:innen verstanden, dieso gut sie konntendie Wünsche ihrer Kund:innen umsetzten.Und in unserer Gegenwart spielen bei kulturindustriellen Kunstgattungen wie beispielsweise Literatur oder Film, die kollektive Arbeitsprozesse und Kapitalinvestitionen voraussetzen, heteronome Faktoren mit.Diejenigen, die entscheiden, ein Buch ins Verlagsprogramm aufzunehmen oder einen Film zu produzieren, verfolgen ökonomische Interessen.Als
Source: Soziologische Revue
Author: Lutz Hieber
Institution: Leibniz University Hannover
Language: German
Topic: Music History and Culture
Subfield: Music
Field: Arts and Humanities
Domain: Social Sciences
Open Access status: hybrid
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OpenAlex ID: W4387786954
