Year: 2024
Type: article
Abstract: Einleitung "Bitte erzähle mir deine Lebensgeschichte als ehemaliges ,Normalheimkind' ." Diese Erzählaufforderung bildete den Grundstock der Interviews, die ich für mein Dissertationsprojekt Erinnern und Verarbeiten des Aufwachsens in Normalkinderheimen der DDR von bis .Eine Oral History-basierte Untersuchung führen durfte.Sie thematisch fokussiert zu formulieren, war eine bewusste Entscheidung, werden biografisch-narrative Interviews doch erst dann zu erzählten Lebensgeschichten, wenn die Interviewten selbst bestimmen, von welchen Erinnerungen sie wie ausführlich erzählen (Rosenthal : -).Aus erziehungswissenschaftlicher Sicht mögen die den Lebensgeschichten zugrunde liegenden Lern-und Bildungsgeschichten (Schulze : ) im Mittelpunkt stehen.Die Erzählaufgabe und Interviewform provozieren aber, dass auch auf Ereignisse außerhalb der Heimzeit eingegangen wird.Diese können für die Auswertung lohnend sein, um bestimmte Handlungs-und Verhaltensweisen vor der Folie des Erlebten zu rekonstruieren oder latentes Wissen sichtbar zu machen (Lucius-Hoene & Deppermann ).Darüber hinaus ermöglichen derartige Oral-History(-OH)-Interviews, "neue Fragen aufzuwerfen, die die Forschung bis dato nicht gestellt hat und die sich aus den Antworten der Zeitzeugen ergeben" (Obertreis : ).Inwieweit medizinische Fragen in meinem Projekt vertreten sind, sie sich von anderen Forschungszweigen unterscheiden beziehungsweise für diese anschlussfähig sind, wird in diesem Beitrag zu zeigen sein.Vorausgeschickt sei, dass meine Arbeitsschwerpunkte im Bereich der historischen Bildungsforschung, insbesondere der DDR-Heimpädagogik
Author: Constanze Reila Schliwa
Institution: Universität Hamburg
Language: German
Subfield: History
Field: Arts and Humanities
Domain: Social Sciences
Open Access status: hybrid
Estimated APC paid: $3,390
Funder: Universität Hamburg
OpenAlex ID: W4392285125
